SNA Radio
    Politik

    US-Wahlkampf: Romneys Europa-Tour beginnt mit Eklat – „Moskowskije Nowosti“

    Politik
    Zum Kurzlink
    Präsidentenwahl in USA 2012 (122)
    0 0 0

    Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney reist nach Großbritannien, Israel und Polen, um sich bei außenpolitischen Fragen ins rechte Licht zu rücken, schreibt der Politologe Fjodor Lukjanow in der Zeitung „Moskowskije Nowosti“ am Freitag.

    Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney reist nach Großbritannien, Israel und Polen, um sich bei außenpolitischen Fragen ins rechte Licht zu rücken, schreibt der Politologe Fjodor Lukjanow in der Zeitung „Moskowskije Nowosti“ am Freitag.

    Sein Großbritannien-Besuch begann mit einem kleinen Aufreger. Der britische „Daily Telegraph“ zitierte Romneys Berater, dass der republikansiche Präsidentschaftskandidat im Gegensatz zu Obama mit dem  „angelsächsischen Erben“ umzugehen und die Beziehungen zu Großbritannien zu schätzen wisse.

    Das Obama-Team kritisierte Romneys Äußerung als rassistisch. Romney musste sich davon lossagen und sprach von Prioritäten. Romney will die Beziehungen mit traditionellen Verbündeten, vor allem im Rahmen der Nato und mit denjenigen, die die ideologischen Vorstellungen der USA teilen, festigen.

    Die außenpolitische Philosophie Obamas stützt sich darauf, dass sich die USA in einer sich wandelnden Welt flexibel zeigen müssen, um ihre Führungsrolle zu sichern – sich weniger auf die Ideologie stützen und sich bemühen, Beziehungen mit Ländern zu pflegen, die keine Verbündete sind, jedoch eine wichtige Stimme in der Welt haben.

    Romney lehnt Obamas Kurs ab. Gebetsmühlenartig spricht er davon, dass Amerika eine Großmacht mit einer einzigartigen Mission sei. Für die USA sei es Pflicht, stark und entschlossen bei der Realisierung seiner Ideale vorzugehen. Obamas Flexibilität  tadelt Romney als Schwäche.

    Ob Obama mit seiner Außenpolitik erfolgreich ist, ist diskutabel – viele seiner Versprechen hielt er nicht ein. Aber es liegt auf der Hand, dass er die Zeichen der Zeit erkannt hat und sich im Klaren ist, dass Amerika nicht mehr fähig ist, seine Ziele mit den bisher üblichen Mitteln zu erreichen. Romney sieht das anders: Er will die Verbündeten enger binden, das Militärpotenzial erhöhen und die Reagan-Zeit wiederbeleben.

     

    Themen:
    Präsidentenwahl in USA 2012 (122)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren