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    Kämpfe um Aleppo: USA besorgt über Verstärkung des syrischen Armeeaufgebots

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    Die syrische Armee setzt die Offensive gegen die Rebellen in der Finanzmetropole Aleppo fort. Die USA äußern sich besorgt über die Aufstockung des Truppenaufgebots in Syriens zweigrößter Stadt.

    Die syrische Armee setzt die Offensive gegen die Rebellen in der Finanzmetropole Aleppo fort. Die USA äußern sich besorgt über die Aufstockung des Truppenaufgebots in Syriens zweigrößter Stadt.

    Wie die syrische Nachrichtenagentur Sana meldete, wird in Aleppo eine Anti-Terror-Operation gegen mehrere hundert Kämpfer der so genannten Freien Syrischen Armee durchgeführt. Ein Augenzeuge teilte RIA Novosti mit, dass die Rebellen in der Nacht zum Freitag versucht hatten, aus dem Kessel auszubrechen, wurden jedoch von der Regierungsarmee zurückgeworfen. Hubschrauber und Artillerie halten mehrere Stadtviertel unter Beschuss.

    Die Vereinigten Staaten haben unterdessen Besorgnis über die Verstärkung des syrischen Militäraufgebots in Aleppo geäußert. „Wir sind besorgt über die Aufstockung von schweren Waffen und Truppen im Raum Aleppo“, schrieb der US-Botschafter in Russland, Michael McFaul, am Freitag im Twitter.

    Syrische und libanesische Medien berichteten bereits am Donnerstag über erbitterte Gefechte in Aleppo. Beide Konfliktparteien betrachten die Schlacht um die Wirtschaftsmetropole als ausschlaggebend. Die Opposition will Aleppo in ihre Hochburg nach dem Vorbild des syrischen Benghasi verwandeln. Nach Angaben der Internetzeitung Suria Al-An haben die Rebellen bei Gefechten in Damaskus bis zu 2500 Kämpfer verloren und nutzen in Aleppo Zivilisten als lebenden Schild.

    In Syrien dauern seit mehr als 16 Monaten Kämpfe zwischen Armee und Regierungsgegnern an. Laut verschiedenen Angaben sind bei den Gefechten bis zu 16 000 Menschen getötet worden. Die syrische Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Assad zum Rücktritt zwingen. Die UN-Vetomächte Russland und China lehnen ein internationales Eingreifen in Syrien ab.

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