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    Militäraktion in Tadschikistan: OSZE fordert Ende der YouTube-Blockade

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    Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OZSE) hat die Behörden in Tadschikistan aufgerufen, den Bürgern einen freien Zugang zum Internet zu ermöglichen. Internetnutzer in der zentralasiatischen Republik hatten diese Woche geklagt, dass die „YouTube“-Internetseite nicht abgerufen werden könne.

    Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OZSE) hat die Behörden in Tadschikistan aufgerufen, den Bürgern einen freien Zugang zum Internet zu ermöglichen. Internetnutzer in der zentralasiatischen Republik hatten diese Woche geklagt, dass die „YouTube“-Internetseite nicht abgerufen werden könne.

    Nach Angaben der OSZE wurde der Zugang zum größten Video-Portal am 26. Juli auf Befehl der tadschikischen Telekommunikationsbehörde gesperrt. 

    „YouTube ist eine der wichtigsten Informationsquellen der Welt. Ein freier Zugang zur Information hat eine lebenswichtige Bedeutung und darf weder eingeengt noch unterdrückt werden“, sagte die OSZE-Medienbeauftragte Dunja Mijatovic. Nur ein Gericht dürfe über eine Blockade von Internetseiten entscheiden und nicht die Behörden.

    Internetnutzer führen die YouTube-Blockade in Tadschikistan auf die Ereignisse in der östlichen Stadt Chorog zurück, wo die Sicherheitskräfte seit Tagen eine Operation gegen bewaffnete Kriminelle durchführen. Anlass für die Razzia war der Mord an Geheimdienstgeneral Abdullo Nasarow vom 21. Juli. Nach amtlichen Angaben wurden bei der Operation 30 Kriminelle getötet und 40 weitere, darunter acht Afghanen, festgenommen. Zwölf Sicherheitskräfte kamen ums Leben. Staatsunabhängige Medien berichteten von mindestens 30 zivilen Todesopfern.

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