04:40 16 Dezember 2018
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    Russische Christen und Moslems weisen US-Kritik an mangelhafter Religionsfreiheit zurück

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    Mit Verwunderung haben Vertreter der Russisch-orthodoxen Kirche ein Dokument des US-Außenamts aufgenommen, laut dem in der Russischen Föderation die Religionsfreiheit verletzt wird.

    Mit Verwunderung haben Vertreter der Russisch-orthodoxen Kirche ein Dokument des US-Außenamts aufgenommen, laut dem in der Russischen Föderation die Religionsfreiheit verletzt wird.

    Im Bericht des US-Außenamtes über die Religionsfreiheit im Ausland für das vergangene Jahr wird Russland zu den Ländern gezählt, in denen die Religionsfreiheit trotz einiger Verbesserungen in diesem Bereich nicht eingehalten werde.

    Wie Georgi Roschtschin, Serkretär des Interreligiösen Rates der GUS, in einem Gespräch mit RIA Novosti feststellte, hatten die Verfasser des Jahresberichts in den vergangenen Jahren keine Versuche unternommen, sich mit der Russisch-orthodoxen Kirche in Verbindung zu setzen, um Informationen über den aktuellen Stand der Dinge zu bekommen.

    Oberdiakon Andrej Kurajew schloss in einem Gespräch mit RIA Novosti nicht aus, dass die Veröffentlichung solcher Studien auch politische Ziele verfolgen kann, etwa Russland nicht als „einen Teil der demokratischen Welt gelten zu lassen“. Zugleich räumte er ein, dass den traditionellen Religionen in Russland bestimmte Präferenzen seitens des Staates erwiesen werden, worin er allerdings nichts Schlimmes sieht.  „Zweifellos gibt es solche Präferenzen, sie bedeuten aber kein Verbot für die anderen, was wichtig ist“, betonte er.

    Auch Ali Polossin, Mitglied des Expertenrates beim Rat der Mufti Russlands, betont, dass die Rechte der Moslems in Russland nicht verletzt werden. Einzelne Vorfälle, die mit dem Verbot der religiösen Literatur verbunden waren, seien auf Entscheidungen einzelner Beamter zurückzuführen und können nicht von einer zielgerichteten Einschränkung der Rechte der Moslems in Russland gelten.

    „Meines Erachtens handelt es sich um einen rein politischen Akt der Amerikaner“, sagte Polossin in einem Interview mit RIA Novosti. „Damit wollen sie Russland nicht in gutem Licht erscheinen lassen.“

    „Wenn dieses oder jenes Gericht die Veröffentlichung bestimmter Schriften verbietet, so ist dies nicht eine Politik des Staates“, betonte er. „Diese Beschlüsse werden von Bezirksgerichten getroffen, des öfteren tritt dabei Ungebildetheit der Moslems selbst an den Tag, die sich bei solchen Prozessen nicht ausreichend verteidigen können. Die Ursache solcher Erscheinungen liegt nicht in der Staatspolitik, sondern in der Politik einzelner Beamter.“ 

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