19:29 18 Februar 2018
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    Moskau: Georgien weiterhin auf Revanche in Südossetien und Abchasien aus

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    Konflikt zwischen Russland und Georgien (78)
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    Georgien hat sich laut Russlands Vizeaußenminister Grigori Karassin immer noch nicht von revanchistischen Szenarien in Bezug auf Abchasien und Südossetien verabschiedet.

    Georgien hat sich laut Russlands Vizeaußenminister Grigori Karassin immer noch nicht von revanchistischen Szenarien in Bezug auf Abchasien und Südossetien verabschiedet.

    „Revanchistische Szenarien und gewaltsame Methoden der ‚Wiederherstellung der territorialen Integrität’ sind für besonders hemmungslose Politiker in Tiflis immer noch aktuell“, sagte der Diplomat in einem Interview mit RIA Novosti.

    „Zugleich wird in Georgien angesichts der Wahlsituation auch Angst vor einer Bedrohung durch Russland geschürt. Seit rund einem Jahr dauert die Hysterie um die planmäßigen Übungen Kawkas 2012 der russischen Armee an, die bereits Ende 2011 angekündigt wurden. Die Rede ist von angeblichen Aggressionsplänen Russland und von einer angeblich geplanten Zerstörung der georgischen Staatlichkeit“, stellte Karassin fest.

    „Die propagandistische Maschine in Tiflis läuft auf Hochtouren, und ich bin sicher, dass wir in den nächsten zwei Monaten noch viele Anschuldigungen an Moskau hören werden (…) Wir rechnen damit, dass der gesunde Menschenverstand im Endeffekt die Oberhand gewinnen wird, dies braucht aber seine Zeit.“

    Wie der Vizeaußenminister weiter ausführte, geht der Prozess der Anerkennung der Unabhängigkeit von Südossetien und Abchasien weiter. „Je mehr sich die Staatlichkeit von Südossetien und Abchasien festigt, je weitgehender die andauernde Blockade ihrer Vertreter bei internationalen Foren beseitigt wird, werden andere Staaten diese neuen Länder im Südkaukasus als selbständige Partner anerkennen. Dieser Prozess steht zweifellos bevor.“

    „Wir wissen aber auch, wie unschön und unkorrekt  sich einige westliche Partner verhalten, die schwächere Staaten unter Druck setzen und ihnen mit Repressalien im Falle einer Anerkennung von Abchasien und Südossetien drohen“, fügte er hinzu.

    Russland hatte die beiden früheren Provinzen Georgiens am 26. August 2008 als unabhängige Staaten anerkannt. Dem Beispiel Russlands folgten Nicaragua, Venezuela, Nauru, Vanuatu und Tuvalu.
    Im August 2008 hatte Georgien Truppen in seine seit 1991 abtrünnige Provinz Südossetien geschickt, um diese zurückzuerobern. Der Angriff, bei dem die südossetische Hauptstadt Zchinwali weitgehend zerstört und zahlreiche Zivilisten sowie russische Friedenssoldaten getötet wurden, konnte erst nach der Intervention russischer Truppen abgewehrt werden.
    Nach dem Fünf-Tage-Krieg erkannte Russland Südossetien sowie den anderen De-facto-Staat in Georgien, Abchasien, als unabhängig an und richtete dort Militärstützpunkte ein. Georgiens Präsident Michail Saakaschwili brach daraufhin die diplomatischen Beziehungen mit Moskau ab. Tiflis bezeichnet die beiden Regionen als „besetzte Gebiete“.

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