15:52 22 Oktober 2018
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    Russlands Ex-Premier Primakow befürchtet religiöse Repressionen nach Assads Sturz

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Wenn die bewaffnete Opposition das Regime von Baschar al-Assad stürzt, kann in Syrien ein Sunniten-Regime entstehen, bei dem nicht nur die Alawiten, die einen beachtlichen Teil der Bevölkerung ausmachen und zu denen Assad gehört, Verfolgungen ausgesetzt werden, stellt der Ex-Premier und ehemalige russische Außenminister Jewgeni Primakow in einem am Mittwoch in der Tageszeitung „Rossijskaja Gaseta“ veröffentlichten Interview fest.

    Wenn die bewaffnete Opposition das Regime von Baschar al-Assad stürzt, kann in Syrien ein Sunniten-Regime entstehen, bei dem nicht nur die Alawiten, die einen beachtlichen Teil der Bevölkerung ausmachen und zu denen Assad gehört, Verfolgungen ausgesetzt werden, stellt der Ex-Premier und ehemalige russische Außenminister Jewgeni Primakow in einem am Mittwoch in der Tageszeitung „Rossijskaja Gaseta“ veröffentlichten Interview fest.

    „Alle, die die religiösen Überzeugungen der Oppositionellen nicht teilen, werden Repressalien ausgesetzt“, prognostiziert Primakow.

    Die Haltung Russlands zu diesem Konflikt sei die einzig richtige, äußerte der Diplomatie-Veteran. „Hätte ich jetzt die Regierung geleitet bzw. den Posten des Außenministers bekleidet, so hätte ich genau diesen Kurs unterstützt.“

    Solle der Kurs des Westens die Oberhand gewinnen, der die Opposition mit dem Ziel unterstütze, Demokratie und Ordnung in Syrien herzustellen, so werde es in diesem Land weder Stabilität noch Demokratie geben, so Primakow.

    Zuvor hatten die Außenamtschefs Russlands und der USA, Sergej Lawrow und Hillary Clinton, ihre Besorgnis darüber geäußert, dass der Konflikt in Damaskus Züge eines Religionskrieges annimmt. In Syrien werde die „dritte Kraft“ immer aktiver, die von Al-Qaida und diesem internationalen Terrornetz nahe stehenden Extremistengruppen repräsentiert wird, betonte Lawrow. 

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