19:16 18 Februar 2018
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    „Nesawissimaja Gaseta“: Truppenübung im Kaukasus – Kriegsvorbereitung oder Training für Sotschi 2014?

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    Die amerikanische Helsinki-Kommission hat auf Bitte der georgischen Behörden Russland aufgerufen, die bevorstehende Kommandostabsübung Kawkas 2012 abzusagen, die vom 17. bis 23. September im Süden Russlands sowie auf den „besetzten“ Territorien von Südossetien und Abchasien stattfinden soll, berichtet die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Die amerikanische Helsinki-Kommission hat auf Bitte der georgischen Behörden Russland aufgerufen, die bevorstehende Kommandostabsübung Kawkas 2012 abzusagen, die vom 17. bis 23. September im Süden Russlands sowie auf den „besetzten“ Territorien von Südossetien und Abchasien stattfinden soll, berichtet die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    „Diese unabhängige Agentur der US-Regierung ist beauftragt worden, die Einhaltung der Schlussakte von Helsinki 1973 sowie die Einhaltung der Menschenrechte und der demokratischen Normen in 56 Ländern zu überwachen. Der Kommission gehören neun Mitglieder des US-Senats, neun Vertreter des Repräsentantenhauses und je ein Vertreter des Außenamtes, des Pentagons und des Handelsministeriums an“, so das Blatt. „Offenbar widerspiegelt der Appell dieses Organs an die Führung Russlands den offiziellen Standpunkt der US-Regierung. Wie auch viele andere Regierungen der Welt erkennt sie die unabhängigen Republiken Südossetien und Abchasien, die nach dem Blitzkrieg zwischen Russland und Georgien im August 2008 entstanden sind, nicht an. Der Beginn dieses Krieges jährt sich am heutigen Mittwoch zum 3. Mal.“

    „Wie der russische Generalstabschef mitteilte, besteht eine Besonderheit der Übung Kawkas-2012 darin, dass das Szenario die Bildung beträchtlicher Gruppierungen vorsieht, und dass alle Aktionen der Truppen auf dem Territorium des Militärbezirks Süd organisiert werden, zu denen die russischen Stützpunkte in Abchasien und Südossetien gehören“, berichtet die Zeitung.

    „Der stellvertretende Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Generaloberst Alexander Postnikow, erklärte allerdings am Dienstag, die Übung Kawkas 2012 sei nicht mit der innenpolitischen Lage in den an Russland angrenzenden Staaten, also auch nicht mit den bevorstehenden Wahlen in Georgien, verbunden. „Um eventuelle Spekulationen auszuschließen, werden wir die Einheiten von unseren Militärstützpunkten in Südossetien, Abchasien und sogar Armenien nicht miteinbeziehen.“

    Laut Generalstabschef Nikolai Makarow „besteht der Plan der Übung im Trainieren der Truppengruppierungen zur Gewährleistung der militärischen Sicherheit in der Südwestlichen Region Russlands. Das Hauptziel dieser Übung ist die Vervollkommnung des praktischen Könnens der Kommandeure und der Stäbe bei der Planung eines Truppeneinsatzes unter den Bedingungen des Flach- und Steppenlandes“. Dabei sollen zukunftsreiche automatisierte Steuersysteme, hochpräzise Waffen und neue Arten von Rüstungserzeugnissen zum Einsatz kommen, hieß es.

    „Eine unvoreingenommene Analyse lässt den Schluss zu, dass die Übung weniger geopolitischen, sondern vielmehr innenpolitischen Aufgaben gelten wird, die mit der Verteidigung und der Gewährleistung der Sicherheit verbunden sind“, führt das Blatt weiter aus. „Der Chef der russischen Schwarzmeerflotte, Konteradmiral Alexander Fedotenkow, teilte kürzlich mit, dass eine Gruppe von Schiffen aus der Nord-, der Ostsee- und der Schwarzmeerflotte, die heute im Mittelmeer im Einsatz ist, an der Übung Kawkas 2012 teilnehmen wird.“ Diese Schiffe werden Aufgaben des Schutzes der Meeresgrenzen trainieren, die denen gleichkommen, welche während der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi  erledigt werden müssen. Die Landetruppen werden hauptsächlich den Kampf gegen gesetzwidrige bewaffnete Gruppen üben, die im Nordkaukasus operieren. Nicht zufällig werden die Truppen hauptsächlich in den Regionen der realen Kampfhandlungen in Dagestan und anderen Regionen des Nordkaukasus konzentriert.

    „Georgien befürchtet, dass Russland es nach der Kommandostabsübung Kawkas 2012 wieder angreifen wird“, schreibt die Zeitung. Der Chef der in Südrussland stationierten 58. Armee, Andrej Gurulew, behauptet, dass „die Intensität der Kampfübung in dem auf dem Territorium Südossetiens stationierten Stützpunktes nicht zurückgeht und allen Grund zur Annahme gibt, dass diese Truppen einsatzbereit und fähig sind, jede beliebige Aufgabe zu erfüllen“.

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