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    Medwedew: Saakaschwili hat sein Vaterland selbst zerstückelt (Zusammenfassung)

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    Georgien entfesselt Krieg in Südossetien (106)
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    Mit dem heimtückischen Überfall auf Südossetien in der Nacht zum 8. August 2008 hat Georgiens Präsident Michail Saakaschwili sein Vaterland nach Ansicht von Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew selbst zerstückelt.

    Mit dem heimtückischen Überfall auf Südossetien in der Nacht zum 8. August 2008 hat Georgiens Präsident Michail Saakaschwili sein Vaterland nach Ansicht von Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew selbst zerstückelt.

    Saakaschwilis Schritt sei nur zu bedauern, sagte Medwedew am Mittwoch in der südossetischen Hauptstadt Zchinwal anlässlich des vierten Jahrestags des Überfalls der georgischen Armee auf Südossetien.

    "Ich habe den Schlag gegen Georgien in der Nacht zum 8. August 2008, zweieinhalb Stunden nach Beginn der georgischen Invasion in Südossetien, beschlossen." Alle Entscheidungen, die damals getroffen worden seien, seien rechtzeitig und richtig gewesen.

    "Ich fasste meinen Beschluss zweieinhalb Stunden nach Beginn aktiver Handlungen der georgischen Armee. Nicht früher, weil dies falsch gewesen wäre, weil es sich um den Einsatz der Streitkräfte der Russischen Föderation auf dem Territorium eines anderen Staates, ich betone - eines anderen Staates - handelte. Aber auch nicht später."

    "Diejenigen, die etwas Anderes behaupten, haben keine Ahnung oder entstellen bewusst (die Tatsachen)", sagte Medwedew, der zum Zeitpunkt der georgischen Aggression in Südossetien Russlands Präsident und Befehlshaber der russischen Streitkräfte war.

    Am 8. August 2008 habe er (den damaligen russischen Regierungschef) Wladimir Putin, der (zu den Olympischen Spielen) in Peking geweilt habe, sowie Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow konsultiert. "Aber es geht nicht darum, wer mit wem gesprochen hat, sondern darum, in welchem Moment entsprechende Entscheidungen zu treffen waren."

    "Ich bin sicher, dass die von mir gefassten Beschlüsse über den Antwortschlag der russischen Streitkräfte in jener Situation rechtzeitig gefasst wurden… Es gab Konsultationen mit meinen Kollegen, so mit Verteidigungsminister Serdjukow. Dennoch werden derartige Beschlüsse nur von einem Menschen gefasst. Dieser Mensch war damals ich als Präsident und Oberbefehlshaber", betonte Medwedew. 

    Ohne diesen Beschluss hätte Russland die Aufgaben nicht gelöst, vor denen es gestanden hatte. Aber sie seien gelöst worden, und zwar mit minimalen Verlusten. Hätten die Entscheidungen später getroffen worden, wäre die Situation möglicherweise ganz anders gewesen.

    Medwedew erinnerte daran, dass in Georgien nach dem Zerfall der Sowjetunion im Laufe von 20 Jahren im Grunde genommen ein Krieg geführt wurde. "Das war ein lodernder, aber extrem schwieriger Bürgerkrieg zwischen einzelnen Teilen des Landes. Hier (in Georgien) hat sich im Laufe von Jahren nichts geändert… Wir spürten diese immerwährenden Spannungen und versuchten nach Kräften, bei der Beilegung des Konflikts zu helfen: Russland nahm an der dreiseitigen russisch-ossetisch-georgischen Kommission teil und entsandte seine Friedenssoldaten in die Region. Aber das hinderte Saakaschwili nicht daran, einen Militärschlag (gegen Südossetien) zu befehlen."

    Der Beschluss Russlands zum Beginn einer Militäroperation zur Befriedung Georgiens im August 2008 sei fair und rechtzeitig gewesen, sagte Medwedew bei einem Treffen mit Südossetiens Präsident Leonid Tibilow. "Russland musste diese Entscheidung treffen, um Südossetien bei der Abwehr des Aggressors zu helfen." Dank dieser Entscheidung sei es gelungen, größere Opfer zu vermeiden. "Ich hatte keine einfache Entscheidung zu treffen, die aber das Gleichgewicht und den Frieden wiederhergestellt hatte."

    Tibilow zufolge weiß niemand, wie hoch die Zahl der Opfer gewesen wäre, hätte Russland nicht den Beschluss gefasst, seine Truppen nach Südossetien zu verlegen. "Das war eine verantwortungsbewusste Entscheidung. Wenn ich sage, dass ich mich darüber freue, Sie hier begrüßen zu dürfen, bedeutet das, dass das gesamte Volk Südossetiens Sie willkommen heißt", sagte der Republikchef.

    Als Hauptanliegen der Behörden Südossetiens bezeichnete Medwedew die Normalisierung des Lebens in der Republik: es komme darauf an, Straßen und Wohnhäuser sowie Objekte der Infrastruktur zu bauen. "Gerade darin besteht unsere gemeinsame Aufgabe."

    Zum russischen Militärstützpunkt in Südossetien sagte der russische Ministerpräsident, dass er für die Erhaltung des Friedens sorgt und beim Aufbau des Staates hilft. Aber ein Militärstützpunkt kann nichts für die Verbesserung des zivilen Lebens tun. "Das Ziel meiner Visite in Südossetien ist eine Diskussion über praktische Schritte zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der Republik. Ihr Team hat alles, was man braucht, vor allem das Mandat, das Sie vom Volk Südossetiens erhalten haben", sagte Medwedew zu Tibilow.

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