15:27 20 Juni 2018
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    Teddybären-Attacke: Weißrusslands KGB lässt zwei Beschuldigte frei

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    Beziehungen zwischen Weißrussland und Schweden nach "Teddybären-Attacke" (15)
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    Der weißrussische Geheimdienst KGB hat am Freitag den Fotografen Anton Surjapin und den Immobilienhändler Sergej Bascharimow, denen eine Beteiligung am unberechtigten Eindringen schwedischer Bürger mit einem Kleinflugzeug in den weißrussischen Luftraum vorgeworfen wird, entlassen.

    Der weißrussische Geheimdienst KGB hat am Freitag den Fotografen Anton Surjapin und den Immobilienhändler Sergej Bascharimow, denen eine Beteiligung am unberechtigten Eindringen schwedischer Bürger mit einem Kleinflugzeug in den weißrussischen Luftraum vorgeworfen wird, entlassen.

    Wie RIA Novosti von einem KGB-Sprecher erfuhr, mussten die beiden sich schriftlich verpflichten, ihren Aufenthaltsort nicht ohne Erlaubnis zu verlassen.

    Grund für die Freilassung des Fotografen und des Immobilienhändlers war „ihre Haltung, die zur Klärung der Ursachen der Straftat beitrug“, hieß es.

    Dabei hätten Surjapin und Bascharimow nach wie vor den Status „Beschuldigte“ inne, weil die erforderlichen Ermittlungsaktivitäten, darunter Gegenüberstellungen aufgrund der Weigerung der schwedischen Staatsangehörigen nicht durchgeführt werden konnten“, so der KGB-Sprecher.

    Das Komitee für Staatssicherheit (KGB) Weißrusslands hatte eine Untersuchung im Fall des illegalen Eindringens eines schwedischen Leichtflugzeuges in den Luftraum des Landes eingeleitet, von dem Anfang Juni Hunderte von Teddybären über Weißrussland, darunter über der Hauptstadt Minsk, abgeworfen wurden. An jedem Spielzeug war ein Zettel mit einem Aufruf zur Wahrung der Redefreiheit befestigt.

    Am 8. August hatte Minsk Litauen und Schweden um rechtliche Hilfe bei der Ermittlung zu der Grenzverletzung durch das schwedische Flugzeug ersucht.

    Am Dienstag hatten sich die Organisatoren der „Teddybären-Luftlandung“ Per Cromwell, Tomas Mazetti und Hannah-Lena Frey geweigert, zum Verhör nach Minsk zu kommen. Diese Haltung sei auf die Sorge um die eigene Sicherheit zurückzuführen, hieß es in einem offenen Schreiben.

    Minsk wundere sich nicht über die Absage der Schweden, die der Grenzverletzung beschuldigt werden, so der KGB-Sprecher. „Sie verstehen doch ganz klar, dass sie eine Straftat begangen haben.“

    Kurz nach dem Vorfall mit dem Flugzeug kam es zu einem diplomatischen Eklat zwischen Minsk und Stockholm.

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