23:36 17 August 2017
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    Die Vernichtung der chemischen Waffen

    Damaskus garantiert Moskau: Terroristen kommen nicht an C-Waffen

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Damaskus hat Moskau versichert, dass die syrische Regierung alle notwendigen Maßnahmen trifft, damit keine Chemiewaffen in die Hände von Terroristen gelangen. Das gab der russische Vizeaußenminister Gennadi Gatilow am Freitag bekannt.

    Damaskus hat Moskau versichert, dass die syrische Regierung alle notwendigen Maßnahmen trifft, damit keine Chemiewaffen in die Hände von Terroristen gelangen. Das gab der russische Vizeaußenminister Gennadi Gatilow am Freitag bekannt.

    „Wir sind der Ansicht, dass chemische Waffen unter keinen Umständen angewendet werden und auch nicht in die Hände derjenigen Akteure gelangen dürfen, die von ihnen Gebrauch machen könnten. In dieser Hinsicht haben wir volles Einverständnis mit unseren westlichen Partnern und den amerikanischen Kollegen“, sagte Gatilow in einem Interview mit der Agentur AP, das auf der Webseite des russischen Außenamts veröffentlicht wurde.

    Dem russischen Vizeaußenminister zufolge „arbeitet“ Moskau mit der syrischen Regierung, und die russischen Diplomaten hätten „äußerst konkrete Zusicherungen bekommen, dass alles nur Mögliche getan wird, damit dies nicht geschieht und die Chemiewaffen zuverlässig und garantiert dort bleiben, wo sie jetzt sind.“

    Der russische Diplomat kam auch auf die schwierige Lage in Syrien zu sprechen. „Alle wissen bestens Bescheid, dass unter den Oppositionellen terroristische Elemente sind, insbesondere Al-Qaida-Anhänger. Wenn als Resultat irgendwelcher Handlungen chemische Waffen Terroristen in die Hände fallen, also Personen, die völlig verantwortungslos an diese Frage herangehen könnten, würde das eine sehr ernsthafte Entwicklung der Ereignisse zur Folge haben“, hieß es.
    Gatilow rief alle äußeren Kräfte, die aktuell in den Syrien-Konflikt involviert sind, auf, zusammenzuarbeiten, um das genannte Szenario zu verhindern.
    Man sei bereit, die Bemühungen in der Arbeit mit der syrischen Regierung fortzusetzen, um so zur Gewährleistung der Sicherheit der Chemiewaffen beizutragen, führte der russische Diplomat aus. „Aber wir rechnen damit, dass auch unsere Partner, die Einfluss auf die Opposition haben, in dieselbe Richtung handeln“, so der Vizeminister.

    Der syrische Außenamtssprecher Dschihad Makdisi hatte am 23. Juli gesagt, dass sein Land im Falle eines ausländischen Angriffs Chemiewaffen einsetzen könnte. Eine Anwendung von C-Waffen gegen Zivilisten hatte Makdisi völlig ausgeschlossen.

    Daraufhin warnte US-Präsident Barack Obama den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad vor gewaltigen Konsequenzen, sollten die Kampfmittel eingesetzt werden.

    Zuvor hatte Israel die Sorge geäußert, dass syrische Chemiewaffen infolge der Unruhen in die Hände von Terroristen gelangen könnten.
    In Syrien dauern seit mehr als 16 Monaten Kämpfe zwischen Armee und Regierungsgegnern an. Laut verschiedenen Angaben sind bei den Gefechten bis zu 16 000 Menschen getötet worden. Die syrische Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Assad zu Rücktritt zwingen. Die UN-Vetomächte Russland und China lehnen ein internationales Eingreifen in Syrien ab. Beide Staaten haben im UN-Sicherheitsrat bereits drei westliche Resolutionsentwürfe zu Syrien blockiert, um ein militärisches Eingreifen nach dem „libyschen Szenario" zu verhindern. Nach den Worten des russischen Außenministers Sergej Lawrow weiß Assad noch immer einen bedeutenden Teil der Bevölkerung hinter sich.

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