07:16 23 Juni 2017
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    Assad: Türkei am Blutvergießen in Syrien mitschuldig Sieg der Regierungstruppen „Frage der Zeit“

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    In seinem in der Nacht zum Donnerstag vom syrischen TV-Sender Al Dunia ausgestrahlten Interview hat Präsident Baschar al-Assad der Türkei vorgeworfen, das Blutvergießen in Syrien zu fördern.

    In seinem in der Nacht zum Donnerstag vom syrischen TV-Sender Al Dunia ausgestrahlten Interview hat Präsident Baschar al-Assad der Türkei vorgeworfen, das Blutvergießen in Syrien zu fördern.

    „Die Türkei trägt unmittelbare Verantwortung für das Blutvergießen in Syrien“, hieß es.

    Auf die Flucht einiger ranghoher Regierungsbeamter und Militärs angesprochen, äußerte Assad: „Diese Flucht ist ein positiver Prozess (…) Dies ist ein Prozess der Selbstreinigung der Nation. (…) Es sind nur schwache und schlechte Menschen, die flüchten. Patrioten und einfach gute Menschen flüchten nicht (…) Es wäre falsch, die Flüchtenden zurückzuhalten. Es ist richtig, sie flüchten zu lassen… Wir sollten ihre Flucht feiern.“

    Der endgültige Sieg der Regierungsarmee über die bewaffneten Regierungsgegner sei eine Frage der Zeit, führte der syrische Präsident weiter aus. „Ich kann die Situation mit einem Satz charakterisieren: Wir haben Fortschritte erzielt, die Situation verbessert sich, wir haben aber noch nicht gesiegt – dazu ist Zeit erforderlich.“ Die Regierungstruppen seien besser ausgerüstet, während die Trümpfe der Regierungsgegner „Hartnäckigkeit und taktische Kreativität“ seien. „Hätten die Truppen ihre gesamte Feuerstärke einsetzen können, hätten wir viele Territorien bereits unter Kontrolle gebracht. Dies ist aber nicht annehmbar“, sagte Assad.

    Wie die Nachrichtenagentur AP in ihrem Kommentar zum Fernsehinterview feststellte, verhielt sich Assad während des Gesprächs „souverän und entspannt“. Er habe oft Scherze gemacht. Zu den Spekulationen über seinen Aufenthaltsort äußerte Assad lachend: „Zusammen mit Ihnen befinde ich im Präsidentenpalast in Damaskus. Es gelang nicht, Angst in meinem Herzen und in den Herzen der Syrer einsiedeln zu lassen.“

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