06:27 25 September 2017
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    Neuer Syrien-Vermittler Brahimi lehnt militärisches Eingreifen strikt ab

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Der neue internationale Syrien-Chefvermittler Lakhdar Brahimi hat sich kategorisch gegen eine internationale militärische Invasion in dem kriegsgebeutelten Land ausgesprochen.

    Der neue internationale Syrien-Chefvermittler Lakhdar Brahimi hat sich kategorisch gegen eine internationale militärische Invasion in dem kriegsgebeutelten Land ausgesprochen.

    Ein militärisches Eingreifen „würde das Scheitern der diplomatischen Anstrengungen bedeuten“, sagte Brahimi dem TV-Sender Al-Arabija. „Für mich ist das unannehmbar, und zwar weder heute noch morgen noch übermorgen.“

    Dabei verwies Brahimi darauf, dass die Regierung in Damaskus eine größere Verantwortung für die Beilegung des Konflikts als die Opposition habe. „Die syrische Regierung muss den Forderungen des Volkes, das nach Wandel sehnt, nachkommen.“

    Der algerische Diplomat Brahimi folgt als Syrien-Sondergesandter der UNO und der Arabischen Liga auf den früheren UN-Generalsekretär Kofi Annan, der dieses Amt am 31. August niedergelegt hatte. Zuvor bereits hatte Brahimi bei der Beilegung von Konflikten in Afghanistan und dem Irak vermittelt. 1989 wurde unter seiner Vermittlung der Bürgerkrieg im Libanon beendet, der 15 Jahre angedauert hatte.

    In Syrien dauern seit fast anderthalb Jahren Kämpfe zwischen Armee und Regierungsgegnern an. Laut UN-Angaben sind bei den Gefechten insgesamt etwa 17 000 Menschen getötet worden. Die syrischen Behörden sprechen von 8000 Toten. Die Opposition aber auch westliche Staaten wollen Assad zum Rücktritt zwingen. Die UN-Vetomächte Russland und China lehnen ein internationales Eingreifen in Syrien ab. Nach den Worten des russischen Außenministers Sergej Lawrow weiß Assad noch immer einen bedeutenden Teil der Bevölkerung hinter sich.

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