13:13 23 September 2017
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    Verdacht auf Beziehung zu Taliban: Nato setzt Schulung afghanischer Rekruten aus

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    Lage in Afghanistan (867)
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    Die amerikanischen Militärinstrukteure, die die afghanische Armee und Polizei schulen, setzen die Ausbildung der Rekruten für mindestens einen Monat aus. Grund dafür ist der Verdacht, dass einige Lehrlinge aus der Terrorszene stammen.

    Die amerikanischen Militärinstrukteure, die die afghanische Armee und Polizei schulen, setzen die Ausbildung der Rekruten für mindestens einen Monat aus. Grund dafür ist der Verdacht, dass einige Lehrlinge aus der Terrorszene stammen. 

    Die Anwärter bei Polizei und Spezialeinheiten, die etwa sieben Prozent des gesamten afghanischen Sicherheitspersonals ausmachen, müssten auf mögliche Beziehungen mit Terroristen überprüft werden, berichtet die Zeitung "New York Times" am Sonntag unter Verweis auf den kanadischen Major Steve Neta von der Nato-Ausbildungsmission in Afghanistan. Die Mehrheit der afghanischen Sicherheitskräfte, die mehr als 350 000 Mann zählen, bleiben von der Maßnahme jedoch unberührt, hieß es. Für die reguläre Arme rund Polizei gehe das Training weiter.

    Die USA und ihre Alliierten waren 2001 in Afghanistan eingefallen. Anlass für die Operation „Enduring Freedom“ waren die Anschläge des Terrornetzwerkes al-Qaida vom 11. September in den USA. Gegenwärtig kämpft ein internationales Kontingent gegen die radikal-islamische Bewegung Taliban in Afghanistan. Nach dem für 2014 geplanten Abzug der internationalen Kampftruppen sollen rund 350 000 afghanische Soldaten und Polizisten für die Sicherheit in Afghanistan sorgen. Für deren Unterhalt will die Nato jährlich 4,1 Milliarden US-Dollar ausgeben.

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