00:25 12 Juli 2020
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    Ägypten gibt Israels Forderung nach: Panzer verlassen Sinai

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    Anti-Terror-Einsatz auf der Sinai-Halbinsel (25)
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    Ägypten beginnt mit dem Abzug seiner schweren Panzertechnik, die im August zur Bekämpfung von Extremistengruppierungen stationiert worden war, von der Halbinsel Sinai.

    Ägypten beginnt mit dem Abzug seiner schweren Panzertechnik, die im August zur Bekämpfung von Extremistengruppierungen stationiert worden war, von der Halbinsel Sinai. 

    Dies teilt am Mittwoch die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insiderinformationen im ägyptischen Sicherheitsdienst mit.

    „20 Panzer wurden aus dem Zentralteil von Sinai (nach Westen) in Richtung Suez umverlegt“, teilte der Gesprächspartner der Agentur mit und fügte hinzu, die Panzer seien durch die gleiche Anzahl leichterer Panzertechnik ersetzt worden.

    Die Präsenz der ägyptischen Truppen auf dem Sinai, wo die Grenze zwischen Ägypten und Israel sowie zum Gaza-Streifen verläuft, war durch den Friedensvertrag von Camp David von 1979 geregelt worden. Der Einsatz von zusätzlichen Kräften auf der demilitarisierten Halbinsel erfordert die Abstimmung mit der israelischen Führung, die früher den Ägyptern mehrmals entgegengekommen war und auch die jetzige Operation unterstützte.

    Laut Berichten der israelischen Medien hatte Israel von Ägypten den Abzug der Panzer aus dem Sinai gefordert und die US-Regierung dabei um Beistand gebeten, um seinen Forderungen zusätzliches Gewicht zu verleihen. Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman hatte darauf bestanden, dass die Zahl und Art der ägyptischen Waffen auf der Halbinsel nicht mit Israel abgestimmt worden sei und somit die Bestimmungen des Friedensvertrags verletze.

    Ägyptens Militäreinsatz auf dem Sinai begann, nachdem Extremisten am 5. August einen Grenzposten im Norden der Halbinsel überfallen und 16 Soldaten getötet hatten. Nach dem Vorfall hatte der frisch gewählte Präsident, der aus den islamistischen Kreisen stammende Mohamed Morsi, einen bedeutenden Teil der Militärführung des Landes, inklusive des Verteidigungsministers und des Chefs des Militärrates Mohamed Hussein al-Tantawi, in den Ruhestand versetzt und somit das hohe Militär des Landes entmachtet.

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