13:56 24 September 2017
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    Anti-amerikanische Proteste: Im Sog der Islamisten - „Rossijskaja Gaseta“

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    Nach dem Tod des US-Botschafters Chris Stevens in Libyen hat Washington zwei Zerstörer mit 50 Marineinfanteristen und Tomahawk-Raketen an Bord vor die Küste des Landes geschickt, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Freitag.

    Nach dem Tod des US-Botschafters Chris Stevens in Libyen hat Washington zwei Zerstörer mit 50 Marineinfanteristen und Tomahawk-Raketen an Bord vor die Küste des Landes geschickt, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Freitag.

    Die Schiffe haben keine konkrete Aufgabe, „ihre Besatzungen sind jedoch bereit, jeden Befehl zu erfüllen“.

    Washington hat die Sicherheit für sein diplomatisches Personal in der nahezu gesamten arabischen Welt unverzüglich zu verschärfen. Die Proteste vor den US-Vertretungen in Ägypten, Sudan, Marokko und Tunesien dauern an. Im palästinensischen Gaza-Streifen verbrannten Demonstranten eine US-Flagge vor dem UN-Gebäude. In Jemen mussten die Sicherheitskräfte am Donnerstag Warnschüsse abgeben, um die Demonstranten vor der Erstürmung der Botschaft abzuhalten.

    Die Wut der Muslime richtet sich auf ein auf YouTube geladenes Schmähvideo über den Propheten Mohammed, das massive Proteste gegen die USA zur Folge hatte. Der Internetkonzern Google, dem YouTube gehört, wollte das Video anfänglich nicht löschen, weil es nicht gegen US-Gesetze verstößt. Später lenkte Google zum Teil ein, indem der Zugriff auf den islamfeindlichen Film in Libyen und Ägypten gesperrt wurde.

    Einer der Urheber des Videos soll Nakula Basseley Nakula sein, der vergangenes Jahr nach einer 21-monatigen Haftstrafe wegen Betrugs aus dem Gefängnis entlassen wurde. Laut eigenen Angaben leitet er die Firma, die diesen Film produziert hat. Er dementierte jedoch Informationen, dass reiche Juden fünf Millionen US-Dollar für den Film gezahlt haben.

    Die US-Administration von Barack Obama muss nicht nur die Mörder des US-Botschafters suchen und bestrafen, sondern zur Kritik seines Herausforderers Mitt Romney Stellung nehmen. Nolens volens muss der US-Präsident einräumen, dass die Rebellen (sei es in Libyen oder Syrien) sich nicht nur zur Demokratie bekennen, sondern  auch Tod und Zerstörung bringen.

     

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