21:53 26 September 2017
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    Sudan: Polizei verdrängt Gewalttätige aus deutscher Botschaft

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    Nach dem Überfall gewalttätiger Demonstranten auf die deutsche Botschaft in Khartum hat die sudanesische Polizei die Situation wieder unter ihre Kontrolle gebracht.

    Nach dem Überfall gewalttätiger Demonstranten auf die deutsche Botschaft in Khartum hat die sudanesische Polizei die Situation wieder unter ihre Kontrolle gebracht.

    Die aufgebrachten Demonstranten, die in das Botschaftsgebäude eingedrungen waren, seien vom Botschaftsgelände auf benachbarte Straße abgedrängt worden, teilte ein Polizeisprecher RIA Novosti mit. Seinen Worten zufolge musste Tränengas eingesetzt werden. 

    Die deutschen Behörden bestätigten, dass das Personal der Botschaft in Sicherheit sei. Die Mitarbeiter seien an einem sicheren Ort, meldete AFP unter Berufung auf das Auswärtige Amt. Der sudanesische Botschafter sei in das Auswärtige Amt einbestellt und unmissverständlich auf die Pflicht seiner Regierung zum Schutz diplomatischer Einrichtungen hingewiesen worden.

    Am Freitag hatten rund 5000 Demonstranten in Khartum versucht, die Botschaften von Deutschland und Großbritannien zu erstürmen. Während die britische Vertretung unversehrt blieb, gelang es den Demonstranten, in die deutsche Botschaft einzudringen und die deutsche Flagge herunterzureißen.

    In den vergangenen Tagen war es vor den US-Vertretungen in Libyen, Ägypten, Tunesien und Jemen zu gewaltsamen Protesten gekommen. Im libyschen Bengasi war das US-Konsulat mit Raketen beschossen worden. Im Ergebnis kamen der US-Botschafter Chris Stevens sowie drei weitere Botschaftsmitarbeiter ums Leben.

    Die Proteste richteten sich gegen ein Video, das von einem Privatmann in den USA gedreht worden war. An der Produktion des Streifens „Innocence of Muslims“, der sich angeblich in beleidigender Weise über den muslimischen Propheten Mohammed lustig macht, war der US-Pastor Terry Jones beteiligt, der zuvor mit öffentlichen Koran-Verbrennungen Aufsehen erregt hatte.

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