11:21 26 September 2017
SNA Radio
    Politik

    Insel-Streit: China ruft Japan zur Wiederaufnahme von Dialog auf

    Politik
    Zum Kurzlink
    Gebietsstreit zwischen China und Japan (69)
    0 7 0 0

    China macht Japan für die jüngste Verschärfung der Situation um die umstrittenen Diaoyou-Inseln (japanisch: Senkaku) verantwortlich und ruft Tokio dazu auf, dieses Problem auf dem Verhandlungswege zu lösen. Das sagte der amtliche Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Hong Lei, am Freitag in Peking bei einem kurzen Pressegespräch.

    China macht Japan für die jüngste Verschärfung der Situation um die umstrittenen Diaoyou-Inseln (japanisch: Senkaku) verantwortlich und ruft Tokio dazu auf, dieses Problem auf dem Verhandlungswege zu lösen. Das sagte der amtliche Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Hong Lei, am Freitag in Peking bei einem kurzen Pressegespräch. 


    Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern haben sich in dieser Woche verschlechtert, nachdem Japan drei der fünf unbewohnten Inseln von ihrem Privatbesitzer, einer japanischen Familie, gekauft hatte. China betrachtet den Kauf der Inseln, die „seit jeher China gehören“, durch die japanische Regierung als Bedrohung seiner territorialen Souveränität und warnt Tokio vor „ernsten Folgen“, sollte diese Entscheidung nicht aufgehoben werden. 


    „Japan muss sich zur Vernunft bekehren, den fehlerhaften Beschluss (über den Kauf der Inseln) aufheben und wieder den Weg des Dialoges und der Verhandlungen betreten, um die bestehenden Auseinandersetzungen beizulegen“, so Hong. Der Sprecher merkte an, Peking weise den von Tokio erhobenen Protest gegen das Einlaufen chinesischer Kriegsschiffe in die Gewässer um die Inseln zurück. 


    Sechs chinesische Patrouillenboote waren laut dem chinesischen Außenministerium am Freitag vor den Diaoyou-Inseln eingetroffen, um dort „die Ordnung legitim zu hüten und zu patrouillieren“. Daraufhin wurde der chinesische Botschafter in Tokio ins japanische Außenministerium einbestellt, wo ihm eine Protestnote im Zusammenhang mit „dem Einlaufen chinesischer Schiffe in japanische Territorialgewässer nahe der Senkaku-Inseln“ übergeben wurde. 


    Angesichts der jüngsten Ereignisse haben Außenminister Koichiro Gemba und Verteidigungsminister Satoshi Morimoto ihren Australien-Besuch gekürzt und sollen nun am Samstagmorgen nach Tokio zurückkehren. 


    Japan, China und auch Taiwan erheben seit langem Anspruch auf die unbewohnte Inselgruppe im Ochotskischen Meer. Tokio behauptet, dass die Inseln seit 1895 Japan gehören. Peking verweist darauf, dass Diaoyou auf den japanischen Karten von 1783 und 1785 als chinesisches Territorium eingezeichnet gewesen seien. Nach dem Zweiten Weltkrieg befanden sich die Inseln unter der Kontrolle der USA und wurden 1972 an Japan übergeben. China und Taiwan sind der Meinung, dass Japan die Inseln illegal für sich beansprucht.
     
    Wie Japan betont, habe China den Anspruch auf die Inseln erst in den 1970er-Jahren erhoben, nachdem dort reiche Ölvorkommen ermittelt worden waren. Außerdem ist dieser Raum durch seine großen Fischbestände sehr attraktiv.

    Themen:
    Gebietsstreit zwischen China und Japan (69)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren