03:33 24 September 2017
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    Protest gegen Mohammed-Video: US-Botschaften in Tunesien und Pakistan attackiert

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    Nach dem umstrittenen Mohammed-Video weitet sich der Proteststurm gegen Amerika aus: Am Freitag haben Demonstranten in Tunesien und Pakistan die US-Botschaften angegriffen.

    Nach dem umstrittenen Mohammed-Video weitet sich der Proteststurm gegen Amerika aus: Am Freitag haben Demonstranten in Tunesien und Pakistan die US-Botschaften angegriffen.

    Nach Angaben der Agentur Reuters hat die gewalttätige Menschenmenge in Tunis Fensterscheiben der US-Vertretung eingeschlagen und mehrere Bäume vor dem Gebäude in Brand gesteckt. Einigen Demonstranten gelang es, auf das Gelände der Botschaft einzudringen. Die Polizei setzte Tränengas ein. Mindestens fünf Menschen wurden verletzt.

    Auch in vielen pakistanischen Städten kam es am Freitag Medien zufolge zu Ausschreitungen. In der Hauptstadt Islamabad versuchten Demonstranten, auf das Gelände der amerikanischen Botschaft einzudringen. Die Polizei musste Gewalt einsetzen.

    In den vergangenen Tagen war es vor den US-Vertretungen in mehr als zehn Nahost- und Afrikastaaten zu gewaltsamen Protesten gekommen. Im libyschen Bengasi war das US-Konsulat mit Raketen beschossen worden. Im Ergebnis kamen der US-Botschafter, Chris Stevens, sowie drei weitere Botschaftsmitarbeiter ums Leben.

    Die Proteste richteten sich gegen ein Video, das von einem Privatmann in den USA produziert worden war. An der Produktion des Films „Innocence of Muslims“, der sich angeblich in beleidigender Weise über den muslimischen Propheten Mohammed lustig macht, war der US-Pastor Terry Jones beteiligt, der zuvor mit öffentlichen Koran-Verbrennungen Aufsehen erregt hatte. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte den Streifen als beleidigend für die Muslime.

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