15:22 22 September 2017
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    Sudan legt bei Botschaftern Deutschlands und USA Protest wegen Mohammed-Films ein

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    Das Außenministerium des Sudan hat am Freitag den Geschäftsträger der USA in Khartum und den deutschen Botschafter einbestellt und bei ihnen Protest wegen eines US-Schmähfilms über den Propheten Mohammed eingelegt.

    Das Außenministerium des Sudan hat am Freitag den Geschäftsträger der USA in Khartum und den deutschen Botschafter einbestellt und bei ihnen Protest wegen eines US-Schmähfilms über den Propheten Mohammed eingelegt.

    Das teilte die Pressestelle des sudanesischen Außenamtes mit. Die Verunglimpfung des Propheten Mohammed wäre die allerletzte Grenze, sagte Vizeaußenminister Rahmatulla Mohammed Osman. Die Meinungsäußerung in einem solchen Format sei absolut unannehmbar. "Wir gehen davon aus, dass auch die freie Meinungsäußerung ihre Grenzen hat. Wenn das unsere Heiligtümer, unsere islamischen Symbole betrifft, ist das nicht akzeptabel und wirkt sich negativ auf die Beziehungen zwischen einzelnen Völkern aus", fuhr der Minister fort.

    Osman sagte dem deutschen Botschafter, die gegen den Islam gerichteten neuen Karikaturen zeugten davon, dass gegen die muslimische Religion eine organisierte Kampagne gestartet wurde. Zugleich bekräftigte Osman, dass sich für den Schutz der Botschaften und diplomatischen Missionen im Sudan die Regierung in Khartum kümmern muss. "Dabei fordern wir denn auch den Schutz unserer diplomatischen Vertretungen in jeweiligen Ländern… Wir plädieren für friedliche Aktionen und sind gegen die Gewalt gegenüber Ausländern", betonte der Minister.

    Am Freitag hatten rund 5000 Menschen im Stadtzentrum von Khartum versucht, die Botschaften Deutschlands und Großbritanniens zu erstürmen. Die Polizei musste unter anderem Tränengas einsetzen, um den Sturm zu stoppen. Dennoch gelang es einigen Demonstranten, die deutsche Flagge am Gebäude der diplomatischen Mission durch die Flagge einer islamischen Organisation zu ersetzen.

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