16:28 16 Februar 2019
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    Sacharow-Preis: Pussy Riot gegen Dissidenten aus Minsk und Oppositionelle aus Ruanda und Iran

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    Die Ausschüsse des Europäischen Parlaments für auswärtige Angelegenheiten und für Entwicklung werden am 9. Oktober drei Kandidaten für den diesjährigen Andrej-Sacharow-Preis des Europaparlaments bekanntgeben. Der Preisträger wird am 26. Oktober von den Top-Vertretern der politischen Parteien gekürt, erfuhr RIA Novosti im Pressedienst des Parlaments.

    Die Ausschüsse des Europäischen Parlaments für auswärtige Angelegenheiten und für Entwicklung werden am 9. Oktober drei Kandidaten für den diesjährigen Andrej-Sacharow-Preis des Europaparlaments bekanntgeben. Der Preisträger wird  am 26. Oktober von den Top-Vertretern der politischen Parteien gekürt, erfuhr RIA Novosti im Pressedienst des Parlaments.

    Zu dem am Dienstag bekannt gegebenen Kandidatenkreis gehört unter anderem die Punkband Pussy Riot. Die Aufnahme der drei Teilnehmerinnen der Punkgruppe, die in Russland zu zwei Jahren Haft wegen Rowdytums verurteilt wurden, in die Kandidatenliste bewertete das russische Außenamt als einen flagranten Versuch, sich in die Arbeit der russischen Justiz einzumischen.

    Darüber hinaus gehören der inhaftierte weißrussische Bürgerrechtler Ales Beljazki, der Gründer des Hilfsfonds für Personen, die durch die Anwendung des Blasphemie-Gesetzes in Pakistan zu Schaden gekommen sind, Joseph Francis, sowie drei Oppositionspolitiker aus Ruanda und zwei iranische Oppositionelle zu den Kandidaten.

    Die Preisverleihung findet am 12. Dezember im Rahmen einer Plenartagung des Europaparlaments in Strassburg statt.

    Die Pussy-Riot-Teilnehmerinnen waren ursprünglich vom deutschen Abgeordneten Werner Schulz (Grüne/Europäische Freie Allianz) für die Auszeichnung vorgeschlagen worden. Der Vorschlag wurde von 44 Abgeordneten unterstützt. Zugleich kritisierte sein Kollege Knut Fleckenstein (SPD), Vorsitzender der Delegation des Europäischen Parlaments im Parlamentarischen Kooperationsausschuss EU-Russland, zu dem auch Schulz gehört,  den Vorschlag seines Kollegen.

    Mit dem Andrej-Sacharow-Preis werden Personen beziehungsweise Organisationen geehrt, die einen besonderen Beitrag zum Schutz der Menschenrechte geleistet haben. Die ersten Preisträger waren 1988 Nelson Mandela und der Dissident Anatoli Martschenko, der zwei Jahre zuvor in einem sowjetischen Gefängnis gestorben war. Den mit 50 000 Euro dotierten Preis erhielt 2011 eine Gruppe von Aktivisten des Arabischen Frühlings.

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