11:21 26 September 2017
SNA Radio
    Politik

    Politkowskaja-Mord: Hintermänner auf freiem Fuß?

    Politik
    Zum Kurzlink
    Ermittlungen zum Mord an Reporterin Anna Politkowskaja (145)
    0 801

    Ilja Politkowski, Sohn der am 7. Oktober 2006 in Moskau erschossenen Reporterin Anna Politkowskaja, ist der Ansicht, dass es ungeachtet der Beendigung des Ermittlungsverfahrens gegen die vermutlichen Täter noch verfrüht ist, von einer Aufklärung des Mordfalls zu reden.

    Ilja Politkowski, Sohn der am 7. Oktober 2006 in Moskau erschossenen Reporterin Anna Politkowskaja, ist der Ansicht, dass es ungeachtet der Beendigung des Ermittlungsverfahrens gegen die vermutlichen Täter noch verfrüht ist, von einer Aufklärung des Mordfalls zu reden.

    „Es ist noch nicht das endgültige Ende des Strafverfahrens, sondern ein Straffall gegen fünf mutmaßliche Täter, bei dem es weder einen Auftraggeber noch andere Verdächtige in diesem Verbrechen gibt – es ist nur ein Teil der Verbrechergruppe, das muss man einsehen. Von einer Aufklärung des Falls kann noch lange keine Rede sein“, äußerte Politkowski zu RIA Novosti.

    Am Dienstag hatte Russlands Ermittlungskomitee die Nachforschungen gegen die Beschuldigten im Mordfall an der  Journalistin der „Nowaja Gaseta“ Anna Politkowskaja abgeschlossen. Laut Amtssprecher Wladimir Markin hat die Ermittlungsgruppe hat ausreichend Beweismaterial für die Anklageschrift zusammengetragen. Bei den Beschuldigten handelt es sich um die Brüder Rustam, Ibragim und Dschabrail Machmudow sowie um Sergej Chadschikurbanow und Lom-Ali Gaitukajew. Ihnen wird Mord und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen.

    Am 7. Oktober 2006 beobachteten die mutmaßlichen Täter laut Ermittlungsangaben die Journalistin in der Stadt und informierten einander über ihre Route. Als Politkowskaja ihren Wohnblock betrat, sei Rustam Machmudow ihr nachgegangen und habe die Journalistin erschossen, als sie in den Fahrstuhl stieg.

    Themen:
    Ermittlungen zum Mord an Reporterin Anna Politkowskaja (145)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren