16:42 26 September 2017
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    Brahimi hat keinen Syrien-Plan - Moskau will eigene Ideen unterbreiten (Zusammenfassung)

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    Moskau hat sich nach Angaben eines ranghohen russischen Diplomaten bereiterklärt, dem Syrien-Sondergesandten der UN und der Arabischen Liga, Lakhdar Brahimi, eigene Ideen zur politischen Beilegung des Syrien-Konfliktes zu unterbreiten.

    Moskau hat sich nach Angaben eines ranghohen russischen Diplomaten bereiterklärt, dem Syrien-Sondergesandten der UN und der Arabischen Liga, Lakhdar Brahimi, eigene Ideen zur politischen Beilegung des Syrien-Konfliktes zu unterbreiten.

    "Soviel wir wissen, hat Brahimi keinen komplexen Plan für die Regelung in Syrien", sagte Michail Bogdanow, Nahost-Sondergesandter des russischen Präsidenten, am Dienstag in einem RIA-Novosti-Gespräch in Moskau. Brahimi will nach seinen Worten mehrere Bestimmungen des Plans seines Vorgängers Kofi Annan und des am 30. Juni in Genf angenommenen abschließenden Kommuniques der Syrien-Aktionsgruppe nutzen.

    "Brahimi trifft sich derzeit mit Vertretern aller in den Konflikt verwickelten Seiten sowie mit ausländischen Akteuren, um das Konzept für die Beilegung des Konfliktes präziser zu machen. Wir erwarten ihn in Moskau, um ihn über unsere Ideen zu informieren", sagte Bogdanow.

    Brahimis Vorgänger Annan hatte am 31. August sein Amt niedergelegt. Beobachter erklären die Entscheidung unter anderem damit, dass es Annan für unmöglich hielt, die Konfliktparteien in Syrien zu Verhandlungen zu überreden.

    Die Syrien-Aktionsgruppe bestimmte bei einem Treffen in Genf die wichtigsten Prinzipien für politische Änderungen in Syrien. Die Umsetzung dieser Prinzipien wird es nach Ansicht des russischen Außenministeriums gestatten, das Blutvergießen in dem arabischen Land zu stoppen.

    Der Sondergesandte Bogdanow sprach sich für die Annahme einer Resolution durch den UN-Sicherheitsrat aus, die sich auf das Genfer Kommunique gründen würde. "Wir gehen davon aus, dass dies alle Voraussetzungen für die Beendigung des Blutvergießens in Syrien schaffen könnte. Wir haben unsere westlichen Partner mehrmals darauf hingewiesen. Aber unserem Appell wird kein Gehör geschenkt. Wir sind der Ansicht, dass das Potential des in Genf abgestimmten Dokuments noch nicht vollständig zur Geltung gebracht wurde", sagte der russische Diplomat.

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