Widgets Magazine
07:04 19 Juli 2019
SNA Radio
    Politik

    Rogosin will Eröffnung von zwei Konsulaten in Transnistrien durchsetzen (Zusammenfassung 19.00)

    Politik
    Zum Kurzlink
    Transnistrier stimmen für Unabhängigkeit (37)
    0 0 0

    Russlands Ex-NATO-Botschafter Dmitri Rogosin plant, die Eröffnung von zwei Konsulaten in dem von Moldawien abtrünnigen Transnistrien durchzusetzen.

    Russlands Ex-NATO-Botschafter Dmitri Rogosin plant, die Eröffnung von zwei Konsulaten in dem von Moldawien abtrünnigen Transnistrien durchzusetzen.

    Das Ziel seines für 16. und 17. November geplanten Arbeitsbesuchs nach Moldawien bestehe darin, eine Einigung über die Eröffnung von zwei diplomatischen Vertretungen zu erlangen, sagte Rogosin, Sondergesandter des russischen Präsidenten für Transnistrien, am Samstag in der Stadt Klimowsk bei Moskau. Er werde Chisinau und die transnistrische Hauptstadt Tiraspol besuchen. 

    "Ich werde darauf bestehen. Das ist meine prinzipielle Position. Wenn ich (nach Moldawien) reise, dann nur dafür, um die Frage nach der Eröffnung von zwei russischen Konsulaten in Transnistrien zu erheben", sagte Rogosin nach einem Besuch in der Waffenfabrik ZNII Totschmasch.

    Vertreter Moldawiens lehnen die Pläne Russlands nach der Eröffnung von zwei Konsulaten in Transnistrien ab. Das wäre im Grunde genommen einer Anerkennung der Unabhängigkeit der Region gleichkommen, hieß es in Chisinau. Rogosin zufolge achtet Russland die territoriale Integrität der Republik Moldawien und will die Konsulate nur in zwei Städten - Tiraspol und Belzy - eröffnen, in denen die meisten Bürger Russlands ansässig sind. "Ein Konsulat ist keine Botschaft. Unsere Botschaft liegt in Chisinau", sagte Rogosin.  

    Medienberichten zufolge sind in Transnistrien, das von den Behörden in Tiraspol Dnestrland genannt wird, etwa 160 000 Bürger Russlands ansässig. Der russische Botschafter in Moldawien, Farit Muchametschin, hatte im August mitgeteilt, dass das Generalkonsulat Russlands in Tiraspol voraussichtlich bis Jahresende eröffnet wird. Gegenwärtig ist in Tiraspol ein mobiler Punkt der russischen Botschaft in Chisinau aktiv, dessen Mitarbeiter täglich zwischen 150 und 200 Besucher haben, während höchstens 60 Kunden empfangen werden können.

    Kurz vor dem Zerfall der Sowjetunion, am 2. September 1990, hatten fünf Kreise Moldawiens am linken Ufer des Dnestr die Dnestr-Republik (Transnistrien) mit der Hauptstadt Tiraspol im Staatsverband der Sowjetunion ausgerufen. Die hauptsächlich russische Bevölkerung der Region befürchtete, dass radikal gesinnte Kräfte in Chisinau einen Anschluss der Republik an Rumänien fordern werden.

    1992 entsandte Chisinau Truppen in die Region. Der bewaffnete Konflikt dauerte einige Monate, in dessen Zuge Chisinau die Kontrolle über Transnistrien gänzlich verlor. Offiziellen Angaben zufolge kamen dabei 809 Menschen ums Leben, darunter 271 Zivilisten. Die Region wurde im Grunde genommen zu einem Staat mit allen dazu gehörenden Attributen, einschließlich einer eigenen Währung. Bislang wurde er aber von niemandem anerkannt.

    Moldawien bietet Transnistrien umfassende Autonomierechte, während Tiraspol weiterhin auf der Unabhängigkeit von Chisinau besteht. Der Frieden in der Region wird von einer gemischten Friedensmacht erhalten, zu der 402 russische, 492 transnistrische und 355 moldawische Militärs sowie zehn Militärbeobachter von der Ukraine gehören.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Transnistrier stimmen für Unabhängigkeit (37)