23:38 11 Dezember 2017
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    Fortschritt bei Verhandlungen über Waffenruhe in Gaza

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    Die Verhandlungen zwischen Israel und den palästinensischen Gruppierungen über eine Waffenruhe sind laut Nabil Shaat, Mitglied des ZK der regierenden Hamas-Bewegung, in eine ernsthafte Phase eingetreten. Dennoch liegen vorläufig keine Vereinbarungen vor, die es ermöglichen würden, den Kampfhandlungen im Gaza-Streifen ein Ende zu setzen, meldet die palästinensische Agentur Maan.

    Die Verhandlungen zwischen Israel und den palästinensischen Gruppierungen über eine Waffenruhe sind laut Nabil Shaat, Mitglied des ZK der regierenden Hamas-Bewegung, in eine ernsthafte Phase eingetreten. Dennoch liegen vorläufig keine Vereinbarungen vor, die es ermöglichen würden, den Kampfhandlungen im Gaza-Streifen ein Ende zu setzen, meldet die palästinensische Agentur Maan. 

    Nach fünf Tagen des Schlagabtausches, der das Leben von mindestens 73 Palästinensern und drei Israelis gefordert hat, bleibt die Frage offen, ob es den Konfliktparteien gelingen wird, über die Feuereinstellung übereinzukommen, oder ob die israelische Operation „Wolkensäule“ in eine Landinvasion in der Enklave ausartet.

    „Die Verhandlungen über die Waffenruhe zwischen Israel und Palästina traten in eine sehr ernsthafte Phase ein. Israel willigte in Bedingungen ein, die früher für dieses Land als unakzeptabel galten (…) Aber die Waffenruhe wird in den nächsten Tagen kaum in Kraft treten, weil Israel darauf aus ist, seine Punkte anderen aufzuhalsen, und sich über die Forderungen der Hamas und anderer palästinensischer Fraktionen hinwegsetzt“, zitiert die Agentur Nabil Shaat.

    Er traf am Sonntag mit dem Hamas-Chef Khaled Mashaal und dessen Stellvertreter Moussa Abu Marzouk zusammen und wurde über indirekte Kontakte mit der israelischen Seite in Kairo unter Vermittlung der ägyptischen Behörden informiert.

    Maan zufolge fordern die Palästinenser nicht nur ein Ende der israelischen Invasionen in den Gaza-Streifen und die Einstellung der Tötung ranghoher Figuren der Bewegung, sondern auch die volle Aufhebung der Blockade der Enklave.

    Der Agentur zufolge hat Israel angedroht, im Fall des Scheiterns des Verhandlungsprozesses innerhalb von zwei bzw. drei Tagen eine groß angelegte Land-, See- und Luftoperation im Gaza-Streifen zu starten und sie bis zum Sturz des Hamas-Regimes fortzusetzen.

    Der diplomatische Prozess vollzieht sich vor dem Hindergrund der Bombardements des Gaza-Streifens und des Raketenbeschusses des israelischen Territoriums.

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