10:17 11 Dezember 2017
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    Gaza-Konflikt: Nato-Chef mahnt Israel zu Zurückhaltung

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    Gewalteskalation im Nahen Osten (255)
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    Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen plädiert für die Beendigung der Raketenangriffe durch die beiden Seiten des palästinensisch-israelischen Konfliktes.

    Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen plädiert für die Beendigung der Raketenangriffe durch die beiden Seiten des palästinensisch-israelischen Konfliktes.  
     
    „Israel hat zweifellos ein Recht auf Selbstverteidigung und die Angriffe auf Israel müssen gestoppt werden. Aber die Völkergemeinschaft erwartet von Israel auch, Zurückhaltung zu zeigen“, so Rasmussen am Montag in Brüssel bei einem gemeinsamen Treffen der Außen- und der Verteidigungsminister der 27 EU-Länder. 
     
    Der Nato-Generalsekretär ist nach eigenen Worten über die Eskalation der Spannungen in der Region äußerst besorgt und bedauert die Opfer unter der Zivilbevölkerung sowohl in Israel als auch im Gaza-Streifen. „Ich begrüße die regionalen und die internationalen Bemühungen um die Suche nach einer Lösung“, so Rasmussen. 
     
    Israel führt seit dem 14. November als Reaktion auf massive Raketenangriffe von palästinensischer Seite die Militäroperation „Wolkensäule“ mit dem Ziel, Extremisten und deren Infrastrukturen im Gaza-Streifen zu vernichten. Die Militäroperation beschränkt sich vorerst auf Angriffe aus der Luft. Aber die israelischen Behörden schließen die Möglichkeit einer Bodenoffensive gegen den Gaza-Streifen nicht aus. 
     
    Laut arabischen Quellen sind seit dem Beginn der israelischen Militäroffensive etwa 90 Menschen, vorwiegend Frauen und Kinder, getötet sowie mehr als 700 Menschen verletzt worden. 
     
    Die israelische Armee hat am Montag den Beschuss von Zielen im Gaza-Streifen fortgesetzt, während vom Palästinensergebiet seit Sonntagabend keine Raketen mehr abgefeuert wurden.

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