22:43 17 Dezember 2017
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    Nahostkonflikt: Erdogan beschimpft Israel als „Terrorstaat“

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    Der türkische Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan hat Israel, das seit fünf Tagen eine militärische Operation im Gaza-Streifen durchführt, als einen „Terrorstaat“ bezeichnet.

    Der türkische Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan hat Israel, das seit fünf Tagen eine militärische Operation im Gaza-Streifen durchführt, als einen „Terrorstaat“ bezeichnet.

    „Israel ist ein terroristischer Staat. Was es (in Gaza) anrichtet, ist Terrorismus“, sagte Erdogan am Montag bei einem internationalen Treffen von islamischen Würdenträgern in Istanbul. Er trat der Meinung entgegen, dass Israel mit der Offensive im Gaza-Streifen sein Verteidigungsrecht umsetze. „Es greift an und nutzt dabei das Verteidigungsrecht! Was ist das für eine Gerechtigkeit?"

    Der türkische Regierungschef beschuldigte die Uno der Untätigkeit. Die UN-Struktur sei ungerecht, er traue den Vereinten Nationen nicht. Zur Begründung verwies Erdogan darauf, dass es unter den fünf UN-Vetomächten keinen islamischen Staat gebe und dass die Uno gegen Israel, das rund 100 Resolutionen nicht erfüllt habe, keine Sanktionen verhängt habe.

    Das israelische Militär hatte am Mittwoch eine groß angelegte Operation im Gaza-Streifen gestartet. Mehr als 1300 Ziele in der Palästinenser-Enklave wurden bombardiert. Mit der Operation reagiert Israel auf einen massiven Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen: militante Palästinenser haben nach israelischen Angaben bislang mehr als 950 Raketen auf Südisrael abgefeuert. Nach palästinensischen Angaben kosteten die Luftangriffe 88 Palästinenser das Leben. Auf der israelischen Seite gibt es drei Todesopfer.

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