11:58 25 Juni 2018
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    Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman

    Israels Außenminister Lieberman gegen Bodeninvasion in Gaza

    © RIA Novosti . Alexey Druzhinin
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    Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman hat sich am Mittwoch gegen eine Bodeninvasion im Gaza-Streifen ausgesprochen: Eine Landoperation würde mehr zivile Opfer fordern und die Weltgemeinschaft gegen Israel aufbringen. Ein weiteres Argument ist die baldige Parlamentswahl in Israel.

    Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman hat sich am Mittwoch gegen eine Bodeninvasion im Gaza-Streifen ausgesprochen: Eine Landoperation würde mehr zivile Opfer fordern und die Weltgemeinschaft gegen Israel aufbringen. Ein weiteres Argument ist die baldige Parlamentswahl in Israel.

    „Wenn unsere Truppen in Gaza einmarschieren, müssen wir bis zum Letzten gehen“, sagte Lieberman, der gemeinsam mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Ehud Barak den seit sieben Tagen andauernden Luftkrieg gegen die Palästinenserenklave koordiniert, in einem Interview für die Nachrichtenwebsite Ynet. Die Regierung könne eine solche Entscheidung zwei Monate vor den Wahlen nicht treffen und müsse sie dem nachfolgenden Kabinett überlassen.

    Von dem jetzigen Lufteinsatz im Gaza-Streifen verspricht sich Lieberman mindestens fünf Jahre Ruhe und Sicherheit für die südisraelischen Gebiete, die die militanten Palästinenser jetzt massiv mit Raketen beschießen.

    Zu der Parlamentswahl am 22. Januar tritt Liebermans Partei Israel Beitenu („Unser Haus Israel“) mit einem Programm an, das unter anderem eine Entmachtung der radikalislamischen Bewegung Hamas im Gaza-Streifen zum Ziel setzt.

    Die israelische Armee hatte am Mittwoch vergangener Woche eine Luftoffensive im Gaza-Streifen gestartet. Mehr als 1500 Ziele in der Palästinenser-Enklave wurden bombardiert. Mit der Operation reagiert Israel auf einen massiven Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen. Nach palästinensischen Angaben kosteten die Luftangriffe mehr als 140 Palästinenser das Leben. Auf der israelischen Seite gibt es fünf Todesopfer. Israel schloss bisher eine Bodeninvasion nicht aus.

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