08:10 22 Februar 2018
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    Neuer Syrien-Plan zum Scheitern verurteilt– "Kommersant"

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Die von den westlichen Staaten konzipierte Regelung der Syrien-Krise scheint nicht zu greifen, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Mittwoch.

    Die von den westlichen Staaten konzipierte Regelung der Syrien-Krise scheint nicht zu greifen, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Mittwoch.

    14 islamistische Gruppierungen wollen sich nicht der Nationalen Koalition der syrischen Oppositions- und Revolutionskräfte anschließen, die bereits von Frankreich, Italien und der EU anerkannt wurde. Das haben ihre Vertreter in einer Videobotschaft im Internet erklärt.

    Der Kommandeur der Freien Syrischen Armee, Abdel Dschabbar al-Okaidi, nahm „im Namen der meisten Revolutionskräfte“ jedoch Abstand von der Erklärung der Feldkommandeure. „Sie haben mehrere Gruppierungen in Syrien, doch das sind nicht alle Rebellen“, sagte er. „Der Oberste Rat der Freien Syrischen Armee steht voll und ganz auf der Seite der Nationalen Koalition.“

    Dennoch haben sich die radikalen Islamisten offenbar als wichtigste Kraft im syrischen Bürgerkrieg etabliert. Experten zufolge machen sie ein Drittel aller Rebellen aus. Sie sind vor allem an der syrisch-türkischen Grenze aktiv. Nicht auszuschließen ist, dass sie die Provinzen Aleppo und Idlib unter Kontrolle nehmen.

    In letzter Zeit berichten vor allem die Islamisten über Erfolge im Kampf gegen die Truppen von Präsident Baschar al-Assad. Erst gestern meldeten sie die Eroberung von Kasernen eines Bataillons nahe Damaskus und eines Militärstützpunktes nahe Aleppo. Zudem behaupten sie, einen Luftabwehr-Stützpunkt südlich von Damaskus unter Kontrolle genommen zu haben.

    Im Westen ruft die Entwicklung der Situation in Syrien große Sorgen hervor. Laut der französischen Zeitung „Figaro“ sieht der neue Plan der Nationalen Koalition, der in Doha (Katar) unter Mitwirkung von amerikanischen, französischen und britischen Beratern erarbeitet wurde, die Bildung von fünf Kriegszonen in Syrien vor, in denen mindestens zwei Drittel der Rebellen der Koalition die Treue halten. Damit soll verhindert werden, dass die Islamisten einen Teil des syrischen Gebietes unter ihre Kontrolle bekommen.

    Das jüngste Video der Extremisten stellt die Zukunft dieses Planes jedoch in Frage. „Wir lehnen jegliche Koalitionen im Ausland ab“, erklärten sie. „Unser Ziel ist es, auf den befreiten Territorien einen gerechten islamischen Staat aufzubauen.“

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