03:34 24 September 2017
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    Griechenland: Papandreou-Clan streitet Millionenkonto in der Schweiz ab

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    Die einflussreiche Papandreou-Dynastie, aus der drei griechische Premiers stammen, wehrt sich gegen Medienberichte, laut denen die Familie eine halbe Milliarde Euro auf einer Schweizer Bank liegen haben soll.

    Die einflussreiche Papandreou-Dynastie, aus der drei griechische Premiers stammen, wehrt sich gegen Medienberichte, laut denen die Familie eine halbe Milliarde Euro auf einer Schweizer Bank liegen haben soll. 

    Zwei auflagenstarke griechische Zeitungen, „To Wima“ und „Proto Thema“ berichteten am Sonntag unter Hinweis auf die griechische Staatsanwaltschaft, die 89-jährige Margaret Papandreou, die Mutter des 2011 zurückgetretenen Regierungschefs Georgios Papandreou, verfüge über ein 550 Millionen schweres Begünstigten-Konto bei der Schweizer HSBC-Bank.

    Das besagte Konto fand sich auf der sogenannten „Lagarde-Liste“, einer Aufzählung der Schweizer Konten wohlhabender Bürger, die ein griechisches Magazin Ende Oktober veröffentlicht hatte. Das „Reichen-Outing“ hatte zu einem Skandal in der griechischen Politik geführt, der Chefredakteur des besagten Magazins landete vorübergehend in U-Haft.  

    Die Papandreous dementieren die Presseberichte. „Woher kommt eine derartige Lüge? (…) Vielleicht, weil meine Familie niemals die Interessensgruppen im Land bedient hat“, heißt es in einer schriftlichen Erklärung von Margaret Papandreou.

    Ex-Premier Georgios Papandreou gab ebenso bekannt, die Publikationen würden auf „Gerüchten ohne Fakten“ basieren.

    Der Begründer der griechischen Polit-Dynastie Georgios Papandreou war von 1923 an Minister in der griechischen Regierung und in den 40er- und 60er-Jahren dreimal Premierminister. Sein Sohn, der Sozialist Andreas Papandreou war von 1981 bis 1989 sowie von 1993 bis 1996 Premier. Der Sohn von Andreas Papandreou, Georgios jr., war von 2009 bis 2011 Regierungschef.