13:02 18 Oktober 2017
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    Syriens Regierung versichert: Kein C-Waffen-Einsatz gegen eigenes Volk

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    Die syrische Regierung wird nie Chemiewaffen gegen die eigenen Bürger einsetzen. Mit diesem Statement kommentierte das Außenministerium in Damaskus am Montag eine Warnung von US-Außenministerin Hillary Clinton.

    Die syrische Regierung wird nie Chemiewaffen gegen die eigenen Bürger einsetzen. Mit diesem Statement kommentierte das Außenministerium in Damaskus am Montag eine Warnung von US-Außenministerin Hillary Clinton.

    Syrien werde „unter keinen Umständen Chemiewaffen gegen das eigene Volk einsetzen, selbst wenn es solche Waffen hat“, zitiert Reuters aus einer Erklärung des syrischen Außenministeriums. Zuvor am Montag hatte Clinton Syrien gewarnt, chemische Waffen gegen das eigene Volk einzusetzen, und mit Konsequenzen gedroht.  

    Nach Angaben amerikanischer und arabischer Geheimdienste hat die syrische Regierung ihre Chemiewaffenvorräte aus Sicherheitsgründen aufgeteilt und in 20 Städten untergebracht. Der syrische Außenamtssprecher Dschihad Makdisi hatte bereits im Juli gesagt, dass sein Land im Falle eines ausländischen Angriffs Chemiewaffen einsetzen könnte. Eine Anwendung von C-Waffen gegen Zivilisten hatte Makdisi völlig ausgeschlossen.

    Im August warnte US-Präsident Barack Obama den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad vor gewaltigen Konsequenzen, sollten die Kampfmittel eingesetzt werden.

    In Syrien dauern seit März 2011 Kämpfe zwischen Armee und Regierungsgegnern an. Laut diversen Angaben sind bei den Gefechten insgesamt zwischen 20 000 und 40 000 Menschen getötet worden. Mehr als 400 000 Flüchtlinge setzten sich aus Syrien ab. Die Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Assad zum Rücktritt zwingen. Nach Darstellung der Regierung kämpft die Armee gegen aus dem Ausland unterstützte Terroristen. Die UN-Vetomächte Russland und China lehnen ein internationales Eingreifen in Syrien ab.

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