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04:03 22 September 2019
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    WikiLeaks-Gründer Assange kündigt Million neue Enthüllungen an

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    WikiLeaks-Gründer Julian Assange (84)
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    Der Gründer der umstrittenen Enthüllungsplattform WikiLeaks Julian Assange, der sich seit sechs Monaten in der ecuadorianischen Botschaft in London versteckt, hat die Veröffentlichung von einer Million weiterer Geheimdokumente angekündigt.

    Der Gründer der umstrittenen Enthüllungsplattform WikiLeaks Julian Assange, der sich seit sechs Monaten in der ecuadorianischen Botschaft in London versteckt, hat die Veröffentlichung von einer Million weiterer Geheimdokumente angekündigt.

    Die Akten, die „jedes Land der Welt" betreffen, werden 2013 publik, versprach der 41-Jährige am Donnerstagabend in einer Ansprache vom Balkon der ecuadorianischen Botschaft.

    „Solange meine Regierung die Journalistik und die Wikileaks-Veröffentlichungen nicht schützt, muss ich hier bleiben“, sagte der Australier vor rund 80 Anhängern. „Doch ist die Tür offen und sie war immer offen für alle, die mit mir unter normalen Umständen sprechen und mir freie Ausreise garantieren wollen”, sagte Assange, der entgegen Gerüchten über Gesundheitsprobleme ganz wohlauf wirkte.

    Assanges Webplattform WikiLeaks hatte 2010 mit der Veröffentlichung geheimer US-Berichte zum Afghanistan- und Irak-Krieg weltweit Schlagzeilen gemacht. Außerdem stellte die Plattform riesige Mengen an geheimen diplomatischen US-Depeschen ins Internet, die die Rolle der USA in verschiedenen internationalen Konflikten, darunter in Afghanistan und im Irak, enthüllen.

    Im selben Jahr wurde gegen WikiLeaks-Gründer Assange in Schweden ein Vergewaltigungsvorwurf erhoben. Assange weist die Anschuldigungen als politisch motiviert zurück. Im Juni flüchtete der Australier in die ecuadorianische Botschaft in London und erhielt dort Asyl. Weil gegen ihn ein internationaler Haftbefehl besteht, kann der WikiLeaks-Gründer die Botschaft vorerst nicht verlassen. Assange fürchtet eine Auslieferung in die USA, wo ihm wegen Hochverrats die Todesstrafe drohen könnte.

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