08:25 23 August 2017
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    Staatsanwaltschaft: Deutsche Ärzte hindern Start von Mordprozess gegen Timoschenko

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    Prozess gegen ukrainische Ex-Regierungschefin Timoschenko (253)
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    Zeugenaussagen, die der ukrainischen Staatsanwaltschaft vorliegen, belasten Ex-Premierministerin Julia Timoschenko: Sie soll laut dem Ersten Vizegeneralstaatsanwalt Renat Kusmin den Mord am Abgeordneten Jewgeni Scherban im Jahr 1996 in Auftrag gegeben haben.

    Zeugenaussagen, die der ukrainischen  Staatsanwaltschaft vorliegen, belasten Ex-Premierministerin Julia Timoschenko: Sie soll  laut dem Ersten Vizegeneralstaatsanwalt Renat Kusmin den Mord am Abgeordneten Jewgeni Scherban im Jahr 1996 in Auftrag gegeben haben.

    „Es gibt mehrere Zeugen, die von unseren Ermittlern befragt wurden, und die Ex-Premierministerin direkt als eine in dieses Verbrechen verwickelte Person identifizieren. Als die Person, die diesen Mord in Auftrag gegeben und finanziert hat“, sagte Kusmin im ukrainischen Fernsehen.

    Wie der Vizegeneralstaatsanwalt ausführte, ist eine Anklageschrift gegen Timoschenko als Drahtzieherin des Mordes an Scherban bereits fertig zur Übergabe – wegen dem schlechten Gesundheitszustand der Politikerin könne ihr das Dokument jedoch noch nicht vorgelegt werden. „Nur das Gutachten der deutschen Ärzte hindert uns daran, der Ex-Premierministerin die Anklageschrift wegen der Finanzierung dieses Mordes vorzulegen“, so Kusmin.

    Der Chef des Finanzkonzerns Aton und Deputat in der Obersten Rada war am Flughafen Donezk erschossen worden. Auch die Ehefrau von Scherban und ein Flughafenangestellter waren an den Schüssen des Attentäters ums Leben gekommen.

    Scherbans Sohn Ruslan hatte im April 2012 bekannt gegeben, dass er den Ermittlern Dokumente vorgelegt hatte, die belegen würden, dass Timoschenko in den Mordfall verwickelt sei. Die Anwälte der Oppositionsführerin weisen die Schuld Timoschenkos zurück. Aus ihrer Sicht sind die Erklärungen der Staatsanwaltschaft die Fortsetzung der politischen Rache von Präsident Viktor Janukowitsch. Die Präsidentenadministration dementiert diese Anschuldigungen.

    Timoschenko war im Herbst 2011 wegen Amtsmissbrauch bei der Unterzeichung eines Gasabkommens mit Russland zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Im Mai 2012 wurde sie aufgrund gesundheitlicher Probleme vom Frauengefängnis in Charkiw ins Krankenhaus der Stadt überstellt, wo sie seitdem in Behandlung ist.

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