02:33 20 August 2017
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    US-Außenamt bedauert Annahme von „Dima-Jakowlew-Gesetz“ – „Russische Kinder werden leiden“

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    Dima-Jakowlew-Gesetz (74)
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    Die USA sind bereit, zusammen mit den russischen Behörden an der Optimierung des Adoptionsabkommens mit Russland zu arbeiten, teilte Patrick Ventrell, stellvertretender offizieller Sprecher des US-Außenamtes, am Freitag Journalisten in Washington mit.

    Die USA sind bereit, zusammen mit den russischen Behörden an der Optimierung des Adoptionsabkommens mit Russland zu arbeiten, teilte Patrick Ventrell, stellvertretender offizieller Sprecher des US-Außenamtes, am Freitag Journalisten in Washington mit.

    „Wenn Offizielle in Russland Fragen bezüglich der Umsetzung dieses Abkommens haben, sind wir bereit, an seiner Verbesserung zu arbeiten. Wir sind weiterhin darauf eingestellt, internationale Adoptionen zwischen unseren Ländern zu unterstützen“, äußerte er in seiner Stellungnahme zu dem am Freitag von der Staatsduma gebilligten Gesetzentwurf, der ein vollständiges Verbot der Adoption russischer Kinder durch US-Bürger vorsieht.

    Das Wohlergehen der Kinder sei wichtiger als politische Differenzen zwischen den USA und Russland, betonte der Diplomat. „Das Wohlergehen der Kinder sollte nicht mit politischen Aspekten unserer Beziehungen in Zusammenhang gebracht werden.“ „Besonders beunruhigend ist, dass die Russen es mit diesem Gesetzentwurf erreichen werden, dass Kinder nicht in einer Familienatmosphäre von Glück, Liebe und Einvernehmen leben können. Diesem Zweck dient unser bilaterales Adoptionsabkommen, an dem wir mehrere Monate zusammen mit den Russen gearbeitet haben. Infolge der Annahme dieses Gesetzes werden russische Kinder real leiden.“ Zuvor hatte der US-Botschafter in Russland, Michael McFaul sein Bedauern über die Annahme des „Dima-Jakowlew-Gesetzes“ durch die Staatsduma geäußert, das die Adoption russischer Kinder durch US-Bürger verbietet.

    „Es wäre viel produktiver, an der Umsetzung des Adoptionsabkommens zu arbeiten, das erst seit sieben Wochen in Kraft ist“, betonte er.
    Das „Dima-Jakowlew-Gesetz“ war eine Antwort Russlands auf den amerikanischen Magnitski-Akt, mit dem einer Reihe von russischen Beamten, die verdächtigt werden, im Zusammenhang mit dem Tod von des Juristen Sergej Magnitski in der Moskauer U-Haft 2009 zu stehen, die Einreise in die USA verboten wird. Auch ihre eventuellen Aktiva in den USA werden gesperrt.

    Das „Dima-Jakowlew-Gesetz“ wurde zum Gedenken an einen zweijährigen russischen Jungen benannt, der im Juli 2008 gestorben war, nachdem sein US-amerikanischer Adoptivvater ihn bei 50 Grad Hitze für neun Stunden in einem in der prallen Sonne geparkten Auto eingesperrt hatte.

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