23:37 17 August 2017
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    Außenminister Lawrow: Kein Asyl für Assad in Russland

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    Russland hat nicht vor, dem syrischen Staatschef Baschar al-Assad Asyl zu gewähren, so der russische Außenamtschef Sergej Lawrow. Eine Reihe von Nahost-Staaten sei jedoch zu diesem Schritt bereit.

    Russland hat nicht vor, dem syrischen Staatschef Baschar al-Assad Asyl zu gewähren, so der russische Außenamtschef Sergej Lawrow. Eine Reihe von Nahost-Staaten sei jedoch zu diesem Schritt bereit.

    „Russland hat öffentlich gesagt, dass wir Präsident Assad nicht zu uns einladen, dass wir keine derartigen Pläne haben“, bekräftigte der Minister im Gespräch mit Journalisten.

    Eine Reihe von Staaten der Region habe sich jedoch an Russland gewandt und vorgeschlagen, Assad zu bestellen, dass sie bereit seien, ihn aufzunehmen, sagte Lawrow. Russland sei jedoch nicht auf diese Vermittlungsangebote eingegangen. „Wir haben geantwortet: ‚Was haben wir damit zu tun? Wenn Sie solche Pläne haben, dann wenden Sie sich doch direkt an ihn“, führte der russische Außenminister aus und erinnerte an die öffentlichen Auftritte Assads, in denen er angekündigt hatte, „in Syrien sterben“ zu wollen, selbst wenn ihm Russland oder China Zuflucht gewähren würden.

    Lawrow äußerte starke Zweifel daran, dass ein Sturz Assads zu einem Ende des Konflikts führen würde. „Es gibt sehr ernsthafte und begründete Prognosen der westlichen Geheimdienste darüber, dass ein Sturz des Regimes überhaupt nicht zu einem Ende dieses Dramas, dieser Tragödie führen wird, dass die Kämpfe nur mit neuer Kraft weitergehen würden“, so der Minister.

     „Syrien ist ein Land mit einer jahrhundertealten Tradition des Zusammenlebens von Traditionen und Ethnien. Das alles zu zerstören, nur um einen Menschen abzusetzen… Wir haben das alles erlebt, ebenso wurde Jugoslawien bombardiert, als Milosevich abgesetzt werden sollte, ebenso wurde der Irak bombardiert, obwohl es dort keinerlei Kernwaffen gab, und ebenso wurde Libyen zerstört, weil Gaddafis Kopf rollen musste“, sagte der russische Außenminister.

    Heute herrsche Lawrow zufolge ein ernsthaftes Defizit an politischer Analyse. „Darüber haben wir mit unseren europäischen Partnern (auf dem Russland-EU-Gipfel, Anm. RIA) gesprochen“, fügte Russlands Chefdiplomat hinzu.

    Experten zufolge könnte es sich bei den Ländern, die Assad Asyl angeboten haben sollen, um Katar und die Türkei handeln.

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