08:41 21 August 2017
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    Brahimi hofft auf internationale Billigung seines Syrien-Plans (Zusammenfassung)

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    Der Syrien-Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, Lakhdar Brahimi, hofft darauf, dass sein Friedensplan für Syrien von der internationalen Gemeinschaft unterstützt wird.

    Der Syrien-Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, Lakhdar Brahimi, hofft darauf, dass sein Friedensplan für Syrien von der internationalen Gemeinschaft unterstützt wird.

    "Ich habe diesen Plan mit Russland und Syrien erörtert und denke auch, dass die Vorschläge auch für die Weltgemeinschaft akzeptabel sein werden", sagte der algerische Diplomat am Sonntag in der ägyptischen Hauptstadt Kairo.

    Nach einem Gespräch mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, warb Brahimi erneut für eine politische Lösung, für die es einen "breiten internationalen Konsens" gebe. Diese beinhalte eine Waffenruhe, die Bildung einer Übergangsregierung und schließlich Wahlen. Er betonte, eine Friedenslösung sei noch immer möglich, auch wenn es von Tag zu Tag schwieriger werde. Die ganze Region sei durch den Konflikt gefährdet.

    Wie die oppositionellen syrischen Menschenrechtsbeobachter am Sonntag berichteten, setzten die Regierungstruppen ihre Luftangriffe auf Rebellen im Großraum Damaskus fort. In den Unruheprovinzen Homs, Daraa und Idlib dauerten die Kämpfe weiter an. Allein am Samstag hat der Konflikt den Angaben nach mindestens 190 Menschen das Leben gekostet.

    Syrien droht aus Brahimis Sicht ein Schreckensszenario, falls der Bürgerkrieg im kommenden Jahr nicht beendet wird. Wenn es keine Lösung gebe, werde es 2013 weitere 50 000 Tote geben, sagte er in Kairo. "Die Lage in Syrien ist schlimm und verschlechtert sich weiter", wurde der Diplomat von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zitiert.

    Brahimi tritt für eine Übergangsregierung in Syrien ein, die auch Vertreter des Regimes von Baschar al-Assad einbezieht. Ein Großteil der Opposition lehnt das ab. Bei dem Konflikt in dem arabischen Land wurden laut UN-Angaben inzwischen mehr als 45 000 Menschen getötet.

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