02:17 26 September 2017
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    Unterschriftensammlung für „Stalingrad“ gescheitert * Pentagon schickt Frauen an die Front * Bundeswehr-Soldaten in Türkei angegriffen * Russen betrachten Magnitski-Akt mehrheitlich als Schritt gegen Korruption * Freude der Russen über neuen Landsmann Depardieu hält sich in Grenzen *

    Unterschriftensammlung für „Stalingrad“ gescheitert * Pentagon schickt Frauen an die Front * Bundeswehr-Soldaten in Türkei angegriffen * Russen betrachten Magnitski-Akt mehrheitlich als Schritt gegen Korruption * Freude der Russen über neuen Landsmann Depardieu hält sich in Grenzen *

    „Nesawissimaja Gaseta“ (www.ng.ru) 

    Unterschriftensammlung für „Stalingrad“ gescheitert

    Die Kommunisten von Wolgograd haben ihre Unterschriftensammlung für eine Umbenennung der Stadt zurück in Stalingrad beendet. Laut Angaben der KP-Funktionäre konnten dabei mehr als 30 000 Unterschriften gesammelt werden. Weitere 65 000 bekam man in anderen Regionen des Landes. Nun werden die Listen ans Büro des russischen Präsidenten weitergeleitet. Das bescheidene Resultat in einer Stadt mit mehr als einer Million Einwohnern muss als eine Schlappe bewertet werden. Die KP wird nun während des geplanten Besuchs von Wladimir Putin zum Jahrestag des Sieges in der Stalingrader Schlacht Kriegsveteranen für ihre PR-Kampagne einsetzen.

    Pentagon schickt Frauen an die Front

    Das Pentagon hebt das Verbot für die Teilnahme von Frauen an Kampfoperationen auf. Noch in diesem Jahr soll die Zahl von Frauen in US-Militäruniform weiter steigen. US-Präsident Barack Obama erfüllt damit seine Wahlversprechen hinsichtlich der Liberalisierung bei den Streitkräften.

    Bundeswehr-Soldaten in Türkei angegriffen

    In mehreren türkischen Städten kam es zu Protestaktionen gegen die Stationierung der Nato-Raketenkomplexe „Patriot“ in der Nähe der syrischen Grenze. In der Regel werden dabei antiamerikanische Losungen gebraucht, weil die Türken dies als eine von Washington inspirierte Nato-Aktion betrachten. In der Stadt Iskenderum  griff eine Gruppe von Nationalisten fünf Bundeswehr-Soldaten an. Sie hielten die Deutschen für US-Soldaten, weil sie Englisch sprachen. Nur dank der Einmischung der Polizei kam niemand zu Schaden.

    „Wedomosti“ (www.vedomosti.)

    Russen betrachten Magnitski-Akt mehrheitlich als Schritt gegen Korruption

    Zwei Drittel der Einwohner Russlands haben zwar vom Magnitski-Akt etwas gehört, stellt das Meinungsforschungsinstitut Lewada-Zentrum fest. Nur 17 Prozent haben allerdings begriffen, dass er Maßnahmen gegen Beamte vorsieht, die Menschenrechte verletzten. Jeweils neun Prozent vertreten die Ansicht, dass er gegen Russland und das russische Volk bzw. gegen Wladimir Putin persönlich gerichtet ist. Die populärste Variante der Antwort – mehr als 33 Prozent – lautet aber: Der Magnitski-Akt ist gegen korrupte Russen gerichtet, die „das Land ausrauben und das geraubte Geld in den USA waschen“. Der Akt wird von 24 Prozent der Befragten befürwortet und nur von jedem Sechsten abgelehnt. Die Hälfte gab an, ihnen sei der Magnitski-Akt egal.

    „Iswestija“ (www.izvestia.ru)

    Freude der Russen über neuen Landsmann Depardieu hält sich in Grenzen

    Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts WZIOM haben nur neun Prozent der Russen bei der Nachricht über den russischen Pass für Gérard Depardieu „Stolz auf das Heimatland“ empfunden. 35 Prozent nahmen diese Nachricht gleichgültig auf, weitere 22 Prozent waren verwundert und elf Prozent empört. Auf die Frage, warum der französische Filmstar Russlands Bürger werden wollte, antworteten 42 Prozent: „Um hohen Steuern zu entkommen“. 24 Prozent konnten keine Antwort geben. Zehn Prozent wählten die Variante: „Aus Liebe zu Russland“. Die Meinungen darüber, ob dies eine richtige Entscheidung von Wladimir Putin war, gehen auseinander: Für 47 Prozent war dieser Beschluss „zweifellos“ bzw. „eher“ richtig, für 39 Prozent „zweifellos“ bzw. „eher“ falsch.

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