22:00 26 September 2017
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    Kasachstans Übergang zu lateinischer Schrift ist kein Wechsel der geopolitischen Interessen

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    Die Reform des kasachischen Schriftsystems, das nach mehr als 70 Jahren wieder zu den lateinischen Buchstaben übergeht, zeugt laut dem Außenminister von Kasachstan, Jerlan Idrissow, nicht von einem Wandel der geopolitischen Interessen des Landes.

    Die Reform des kasachischen Schriftsystems, das nach mehr als 70 Jahren wieder zu den lateinischen Buchstaben übergeht, zeugt laut dem Außenminister von Kasachstan, Jerlan Idrissow, nicht von einem Wandel der geopolitischen Interessen des Landes.

    Idrissow sagte auf einer Pressekonferenz im russischen Außenministerium in Moskau: „Dieser Tage sagte der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew, dass es hier kein geopolitisches Signal gebe. Ich will betonen, dass dies eine planmäßige und etappenweise Arbeit ist. Darüber wurde schon längst gesprochen. Der Präsident sprach darüber bereits vor zehn bzw. fünf Jahren. Wir gehen zivilisiert daran, mit einer klaren Planung der Mittel und mit der Vorbereitung der Gesellschaft darauf, um unser historisches und wissenschaftliches Erbe nicht zu verlieren und uns auf die neuen Arbeitsbedingungen vorzubereiten. Das ist ein absolut normaler Prozess.“

    Er wies auch darauf hin, dass Anatoli Lunatscharski (russisch-sowjetischer Schriftsteller und Politiker) die Pläne zur Einführung der lateinischen Schreibweise „an der Wiege der Sowjetmacht“ vorgeschlagen hatte.

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow merkte seinerseits an, dass Kasachstan die lateinische Schrift von Ende der 1920er bis in die 1940er Jahre schon verwendet hatte.

    „Wir haben natürlich die Erklärung des kasachischen Präsidenten, dass dies keinesfalls irgendeinen Wechsel der geopolitischen Bevorzugungen bedeutet, sehr gut vernommen“, betonte Lawrow.

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