14:17 24 September 2017
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    Umfrage: Putins Popularität auf Tiefststand seit 2011

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    Die Popularitätsrate des russischen Präsidenten Wladimir Putin hat im Januar laut einer Studie des Lewada-Zentrums mit 62 Prozent den Tiefststand seit zwei Jahren erreicht. Nur 38 Prozent der Russen trauen Putin vorbehaltslos, während fast die Hälfte einen anderen Mann im Kreml sehen möchte.

    Die Popularitätsrate des russischen Präsidenten Wladimir Putin hat im Januar laut einer Studie des Lewada-Zentrums mit 62 Prozent den Tiefststand seit zwei Jahren erreicht. Nur 38 Prozent der Russen trauen Putin vorbehaltslos, während fast die Hälfte einen anderen Mann im Kreml sehen möchte.

    62 Prozent der Befragten gaben an, mit Putins Arbeit zufrieden zu sein, im Dezember waren es 65 Prozent gewesen. Selbst während der Massenproteste gegen vermeintlichen Wahlbetrug im Dezember 2011 sei Putin - damals Regierungschef - beliebter gewesen, teilte das Lewada-Zentrum mit. Fast 37 Prozent der Interviewten sind mit Putin unzufrieden - eine Spitzenzahl seit Januar 2011. 

    Die Beliebtheitsrate von Ministerpräsident Dmitri Medwedew entspricht im Januar mit 57 Prozent dem Vormonatsstand. Rund 47 Prozent der Befragten äußerten sich lobend zur Arbeit des Kabinetts, 52 Prozent waren der gegenteiligen Meinung. Die Staatsduma ist noch unpopulärer: Im Januar sind nur 36 Prozent der Russen mit der Tätigkeit des Abgeordnetenhauses zufrieden, drei Prozent weniger als im Dezember. Rund 63 Prozent sind unzufrieden.

    Trotz des sinkenden Ratings ist Putin weiterhin der populärste Politiker im Land: Mittlerweile vertrauen 38 Prozent der Russen ihrem Staatschef. Im Januar 2011 waren es 40 Prozent. Weiter rangiert Regierungschef Dmitri Medwedew mit 21 Prozent (im Januar 2011 waren es 35 Prozent), dicht gefolgt vom neuen Verteidigungsminister Sergej Schoigu (18 Prozent).

    Putins Popularität, die während des Kaukasus-Konfliktes von 2008 auf dem Höchststand war, sei seit vier Jahren rückläufig, sagt Soziologe Denis Wolkow. Die schleichende Wirtschaftskrise habe zur Verunsicherung geführt. Die Vorstellung von der putinschen Stabilität wirke nicht mehr. „Putin ist gut bekannt und man erwartet von ihm nichts mehr. Dabei wächst der Überdruss.“

    Im Rahmen der Studie wurden am 18. bis 21. Januar dieses Jahres fast 1600 Menschen über 18 Jahre in 130 Ortschaften von 45 russischen Regionen befragt.

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