03:29 26 März 2017
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    Kinderbeauftragter Astachow: Keine Adoption russischer Waisen durch französische „Regenbogenfamilien“

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    Russland wird laut Kinder-Ombudsmann Pawel Astachow keine Waisenkinder zur Adoption durch homosexuelle Paare freigeben.

    Russland wird laut Kinder-Ombudsmann Pawel Astachow keine Waisenkinder zur Adoption durch homosexuelle Paare freigeben.

    „Diese Haltung ist bereits in unseren Basisgesetzen festgeschrieben – in der Verfassung und im Familienrecht.  Dort heißt es ganz eindeutig, dass die Ehe ein Bund zwischen Mann und Frau ist. Wir haben nichts anderes. Punkt, Schluss“, äußerte Astachow in einer Stellungnahme zur Legalisierung von Homo-Ehen in Frankreich gegenüber der russischen Zeitung „Rossijskaja Gaseta“.

    Nach der Zahl der vermittelten Adoptionen russischer Kinder belegt Frankreich Platz vier hinter den USA, Italien und Spanien.

    Zuvor hatte die Unterkammer des französischen Parlaments Eheschließungen zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern mit 249 Stimmen und 97 Gegenstimmen gebilligt.
    Dagegen treten allerdings die katholische Kirche und die rechte Opposition auf. An einer Protestkundgebung am 13. Januar in Paris nahmen nach verschiedenen Angaben zwischen 340.000 und 800.000 Menschen teil. Am 27. Januar demonstrierten 125.000 bis 400.000 Anhänger des Gesetzentwurfs.

    Laut Astachow sind viele französische Protestler der Auffassung, dass in Frankreich ein Gesetz über die „Homo-Propaganda“ nach russischem Muster angenommen werden sollte.

    „Man erzählt zum Beispiel, dass das französische Bildungsministerium eine Norm einführt, die die Propaganda von homosexuellen Ehen bereits in Schulbüchern voraussetzt“, so Russlands Kinderbeauftragter. „In denen wird den Kindern erklärt, dass die Familie nicht nur aus Vater und Mutter, sondern auch aus Vater und Vater bzw. Mutter und Mutter bestehen kann“, so Astachow.

    „Nehmen wir zum Beispiel die Uno-Kinderrechtskonvention. Dort heißt es: Ein Kind hat das Recht sowohl auf einen Vater als auch auf eine Mutter. Ein Erwachsener hat kein obligatorisches Recht auf ein Kind. Wir werden nun aufgefordert, das Modell der Welt und dieser Beziehungen zu ändern“, fügte Astachow an.

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