05:39 26 September 2017
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    Atomprogramm: Ajatollah Chamenei lehnt Direktgespräche mit USA ab

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    Atomstreit mit Iran (1447)
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    Irans geistlicher Führer Ajatollah Ali Chamenei hat das Angebot der USA, über das umstrittene iranische Atomprogramm direkt zu verhandeln, laut einem Agenturbericht als nutzlos abgelehnt.

    Irans geistlicher Führer Ajatollah Ali Chamenei hat das Angebot der USA, über das umstrittene iranische Atomprogramm direkt zu verhandeln, laut einem Agenturbericht als nutzlos abgelehnt.

    „Ihr (die USA - Red.) wollt verhandeln und richtet dabei eure Waffen auf den Iran. Das iranische Volk lässt sich so nicht einschüchtern“, zitiert die Agentur AFP Chameneis Worte von dessen offizieller Webpräsenz. Die Verhandlungen würden nichts bringen.

    US-Vizepräsident Joe Biden hatte auf der Münchner Sicherheitskonferenz in der vergangenen Woche bekräftigt, die USA seien im Atomstreit zu direkten Verhandlungen mit dem Iran bereit. Am gestrigen Mittwoch sagte der der iranische Botschafter in Moskau, Seyed Mahmoud-Reza Sajjadi, der Iran begrüße das Angebot, schenke jedoch den USA keinen Glauben.

    Der Iran steht bei der Weltgemeinschaft im Verdacht, unter dem Deckmantel seines Nuklearprogramms Atomwaffen zu entwickeln. Der UN-Sicherheitsrat hat bereits mehrere Resolutionen mit Sanktionen gegen den Mullah-Staat verabschiedet. Die USA, die EU und weitere Länder verhängten zudem einseitige Strafmaßnahmen gegen Teheran.

    Parallel dazu versuchen die sechs Vermittler Russland, USA, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland seit 2003, den Iran auf dem Verhandlungsweg von der Urananreicherung abzubringen. Im vergangenen Jahr gingen drei Verhandlungsrunden ohne Durchbruch aus. Das nächste Unterhändlertreffen ist am 26. Februar in Kasachstan geplant.

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