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    Verhandlung im Fall Magnitski-Browder auf 22. März vertagt

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    Fall Magnitski - Tod in Untersuchungshaft (80)
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    Der Prozess gegen den 2009 in Untersuchungshaft gestorbenen russischen Juristen Sergej Magnitski, Buchprüfer des Hedgefonds Hermitage Capital, und seinen Chef William Browder wegen Steuerbetrugs ist auf den 22. März verlegt worden.

    Der Prozess gegen den 2009 in Untersuchungshaft gestorbenen russischen Juristen Sergej Magnitski, Buchprüfer des Hedgefonds Hermitage Capital, und seinen Chef William Browder wegen Steuerbetrugs ist  auf den 22. März verlegt worden.

    Damit wurde dem Antrag des Pflichtverteidigers von Magnitski stattgegeben, berichtet die Agentur RAPSI für Rechts- und Gerichtsinformationen am Montag unter Berufung auf einen Vertreter des Gerichts.

    Für Montag war eine Gerichtsanhörung angesetzt worden. Die bestellten Pflichtverteidiger der beiden Beschuldigten erschienen nicht im Gericht, sondern beantragten eine Verschiebung der Anhörung, da sie sich nur mit fünf der insgesamt 60 Bände der Prozessunterlagen vertraut gemacht haben.

    Der Prozess findet in Abwesenheit der Angeklagten statt. Dem Chef des Investmentfonds Hermitage Capital, William Browder, war  die Vorladung von Moskauer Gericht über die britische Botschaft übergeben worden. Browder befindet sich derzeit in Großbritannien, das eine Zusammenarbeit mit Russland in dieser Angelegenheit abgelehnt hat.

    Zuvor hatten die Anwälte von Browder und der Familie von Sergej Magnitsky ihre Teilnahme an diesem Prozess verweigert. Daraufhin stellte das Gericht Pflichtverteidiger.

    Laut Anklage soll Magnitski gemeinsam mit seinem britischen Chef William Browder 522 Millionen Rubel (rund 13 Millionen Euro) Steuern hinterzogen haben. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft beiden vor, Steuererklärungen gefälscht und illegal Vergünstigungen für Behinderte genutzt zu haben.

    Laut der Familie von Sergej Magnitski  ist das Strafverfahren rechtswidrig, da die Ermittlung ohne einen entsprechenden Antrag von Verwandten des Verstorbenen wieder aufgenommen wurde.

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