04:44 17 Dezember 2018
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    Medwedew: Russland macht die Tür für Zypern-Hilfe nicht zu

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    Einmal-Steuer-Entscheidung in Zypern (110)
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    Russland hat laut Premier Dmitri Medwedew die Tür für eine Zypern-Hilfe nicht geschlossen, will sich aber erst dann der Rettung anschließen, wenn sich Zypern und die Europäische Union untereinander einigen.

    Russland hat laut Premier Dmitri Medwedew die Tür für eine Zypern-Hilfe nicht geschlossen, will sich aber erst dann der Rettung anschließen, wenn sich Zypern und die Europäische Union untereinander einigen.

    Die Delegation aus dem von der Finanzkrise betroffenen  Zypern mit Finanzminister Michalis Sarris an der Spitze hatte einige Tage lang in Moskau über die Zypern-Hilfe verhandelt. Bei den Verhandlungen im russischen Finanzministerium und mit Vizepremier Igor Schuwalow war es jedoch nicht gelungen, konkrete Vereinbarungen zu treffen.

    „Wir haben die Türen nicht zugemacht und nicht gesagt, wir wollen nichts behandeln“, sagte Medwedew am Freitag auf einer Pressekonferenz zu den Ergebnissen der Gespräche zwischen der russischen Regierung und der EU-Kommission in Moskau.

    „Wir haben dort wirtschaftliche Interessen, und wir sind offen für die Erörterung von Möglichkeiten der Unterstützung dieses Staates  - aber erst nach der Konzipierung eines endgültigen Schemas unter Teilnahme der EU-Staaten und Zypern selbst. Erst in diesem Fall kann sich Russland diesem Prozess anschließen.“

    „Russland macht sich Sorgen um die Lage in Zypern, denn eine Reihe russischer Unternehmen, darunter mit staatlichen Anteilen, haben dort Bankkonten“, führte Medwedew weiter aus.

    Die wichtigste Aufgabe bestehe nun darin, eine allseits akzeptable Lösung zu finden. Dies sei aber eine Angelegenheit der EU und Zyperns als EU-Staat.

    Russland sei es natürlich nicht egal, welche Bedingungen der Lösung zugrunde gelegt werden. „Das Wichtigste ist, dass eine effektive Entscheidung gefällt wird, um Zypern zu helfen, die sehr schwierige Situation zu überstehen, in der das Land und sein Finanzsystem steckt“, betonte Medwedew.

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