07:36 22 August 2017
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    „New York Times“: Waffenlieferungen an syrische Rebellen rasant gestiegen

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Die Regierungen der Türkei und einiger arabischer Staaten haben in den zurückliegenden Monaten mit CIA-Hilfe die Waffenlieferungen an die syrischen Rebellen kräftig aufgestockt, berichtet die „New York Times“ am Montag unter Berufung auf Regierungskreise einiger Länder sowie auf die regionale Statistik des Luftfrachtverkehrs.

    Die Regierungen der Türkei und einiger arabischer Staaten haben in den zurückliegenden Monaten mit CIA-Hilfe die Waffenlieferungen an die syrischen Rebellen kräftig aufgestockt, berichtet die „New York Times“ am Montag unter Berufung auf Regierungskreise einiger Länder sowie auf die regionale Statistik des Luftfrachtverkehrs.

    Nach Zeitungsangaben nahmen die Waffenlieferungen an die syrischen Rebellen nach den amerikanischen Präsidentschaftswahlen im November 2012 beträchtlich zu. Seit Ende des Vorjahres waren im internationalen Flughafen Ankara-Esenboga 160 mit militärischen Gütern beladene Flugzeuge aus Jordanien, Saudi-Arabien und Katar angekommen.

    „Eine vorsichtige Schätzung des mit diesen Flügen beförderten Transportguts beläuft sich auf ungefähr 3500 Tonnen Militärausrüstung“, teilte Hugh Griffiths aus dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut mit.

    Im Februar hatte die Zeitung mitgeteilt, Kroatien habe im November begonnen, die syrischen Rebellen mit Waffen zu beliefern, die sich dort im Zusammenhang mit den Kämpfen angehäuft hatten, welche in den 90er-Jahren den Zerfall Jugoslawiens begleiteten.

    Alle Waffenlieferungen an die syrischen Rebellen hatte nach Medienangaben Saudi-Arabien finanziert. Eine türkische und eine jordanische Fluggesellschaft übernahmen den Transport der Waffen, die dann vom Territorium Jordaniens aus nach Syrien gebracht wurden.

    Eine Schlüsselrolle in der Koordination der Aktivitäten aller Seiten hätten die US-Geheimdienste gespielt. Kroatien, das die eigenen überschüssigen Waffen lieferte, wurde zugleich auch zu einem Logistikzentrum, wohin die für die syrischen Rebellen bestimmten Militärausrüstungen aus anderen EU-Ländern zusammengebracht wurden.

    Der Konflikt zwischen den Regierungskräften und der bewaffneten Opposition dauert in Syrien seit März 2011 an. UN-Angaben zufolge sind in dieser Zeit etwa 70 000 Menschen ums Leben gekommen. Die syrischen Behörden gaben an, auf den Widerstand gut bewaffneter Rebellen zu stoßen, die von außen unterstützt würden.

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