08:24 23 August 2017
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    Zyprische Tochter russischer VTB-Bank: Keine Zwangsabgabe auf Einlagen

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    Politik
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    Einmal-Steuer-Entscheidung in Zypern (110)
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    Die Einlagen bei der Russian Commercial Bank (Russki kommertscheski Bank) in Zypern, einer Tochterbank von Russlands zweitgrößter Bank VTB Group, werden voraussichtlich mit keiner einmaligen Sonderabgabe belegt, verlautete am Montag aus Kreisen der VTB-Bank in Moskau gegenüber der Wirtschaftsagentur Prime.

    Die Einlagen bei der Russian Commercial Bank (Russki kommertscheski Bank) in Zypern, einer Tochterbank von Russlands zweitgrößter Bank VTB Group, werden voraussichtlich mit keiner einmaligen Sonderabgabe belegt, verlautete am Montag aus Kreisen der VTB-Bank in Moskau gegenüber der Wirtschaftsagentur Prime.

    Die Mitglieder der Eurogruppe hatten sich am späten Sonntagabend in Brüssel in einer außenordentlichen Sitzung auf einen neuen Rettungsplan für Zypern und ein Hilfsprogramm von zehn Milliarden Euro geeinigt. Damit revidierte die Eurogruppe ihren früheren umstrittenen Beschluss, wonach Zypern selbständig 5,8 Milliarden Euro aufzutreiben hatte, wozu eine generelle Zwangsabgabe für Bankguthaben eingeführt werden sollte.

    Die Konten mit Beträgen von weniger als 100 000 Euro werden jetzt nicht angerührt. Auf die Bankguthaben von mehr als 100 000 Euro bei der Bank of Cyprus soll eine Zwangsabgabe von 30 Prozent erhoben werden.

    „Die Entscheidung über eine ‚Zwangsabgabe auf die Einlagen‘ soll die VTB-Bank nicht betreffen“, so die Quelle.
    Mit Aktiva von 14 Milliarden Euro ist Russian Commercial Bank nach VTB-Angaben die drittgrößte Bank in Zypern. Auf ihren Privatkonten liegen dabei etwas weniger als zwei Milliarden Euro.

    Bei einer denkbar negativen Entwicklung in Zypern schätzt die VTB-Bank ihren Verlust auf einige Millionen Euro. Sollte die zyprische Regierung die Einlagen mit der Einmalsteuer belegen, so würde VTB Group die Entwicklungsstrategie ihrer Tochterbank in Zypern revidieren.

    Zuvor hatte der russische Erste Vizepremier Igor Schuwalow erklärt, es wäre ungerecht, gegen die VTB-Tochter die gleichen Maßnahmen anzuwenden wie gegen die Banken, die einer Sanierung bedürfen. Dies habe Moskau Zypern bei den Verhandlungen vorige Woche bereits mitgeteilt. Die russische Regierung rechne damit, dass die VTB-Bank entweder nicht zu Schaden kommt oder nur kleine Verluste zu tragen habe, so Schuwalow.

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