23:32 13 Dezember 2018
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    Zeitung: EZB verbietet Parken russischer Gelder aus Zypern in Lettland

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    Einmal-Steuer-Entscheidung in Zypern (110)
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    Angesichts der Zypern-Krise haben Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) laut der Onlinezeitung Mixnews.lv Lettland verboten, den von der Insel flüchtenden russischen Geldern Zuflucht zu gewähren.

    Angesichts der Zypern-Krise haben Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) laut der Onlinezeitung Mixnews.lv Lettland verboten, den von der Insel flüchtenden russischen Geldern Zuflucht zu gewähren.

    „Unseren lettischen Freunden wurde im Klartext gesagt: Wenn ihr der Eurozone beitreten wollt, dürft ihr den russischen Geldern, die aus Zypern abfließen, keinen Unterschlupf bieten“, zitiert Mixnews.lv einen nicht näher bezeichneten Zentralbank-Sprecher eines Euro-Landes.

    Ein Vertreter des Finanzausschusses des lettischen Sejms räumte in einem Gespräch mit RIA Novosti ein, dass es einen solchen Anruf gegeben haben könnte. Denn die EZB wolle nicht, dass sich Lettland in ein „zweites Zypern“ verwandle, und könne dem Land den für Januar 2014 geplanten Beitritt zur Eurozone verweigern.

    Der Sprecher des lettischen Finanzministeriums, Aleksis Jarockis, wies die Information über angebliche Anweisungen aus der EZB als falsch zurück. Dennoch wurde die Nachricht von der landesweit größten Nachrichtenagentur Leta veröffentlicht und von mehreren Medien nachgedruckt.

    Der prominente lettische Investmentbanker Ģirts Rungainis hatte zuvor die Vermutung geäußert, dass lettische Banken wegen der Zwangssteuer auf Zypern mit einem Kapitalzufluss rechnen dürften.


    Die EU-Finanzminister hatten am frühen Montag einem Rettungsplan für Zypern zugestimmt und damit den Staatsbankrott der Insel abgewendet. Laut dem Plan, der Kredithilfen von zehn Milliarden Euro beinhaltet, sollen Bankeinlagen von über 100 000 Euro mit Zwangsabgaben von bis zu 40 Prozent belegt werden.

    Die Steueroase Zypern ist unter russischen Unternehmern sehr beliebt. Diese halten schätzungsweise insgesamt 20 Milliarden Euro bei zypriotischen Banken.

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