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10:06 16 Juli 2019
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    Lawrow: Einrichtung von Konsulat in Transnistrien bedeutet keine Anerkennung

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    Russland will in Transnistrien ein Konsulat eröffnen. Laut Außenminister Sergej Lawrow bedeutet das keinesfalls, dass Moskau die international nicht anerkannte Republik am Dnjestr anerkennen will.

    Russland will in Transnistrien ein Konsulat eröffnen. Laut Außenminister Sergej Lawrow bedeutet das keinesfalls, dass Moskau die international nicht anerkannte Republik am Dnjestr anerkennen will.

    Die Einrichtung eines Konsulats bedeute keine Anerkennung dieser Region Moldawiens, sondern diene dem Ziel, die dort lebenden russischen Staatsbürger konsularisch zu unterstützen, sagte Lawrow am Freitag in Moskau nach einem Treffen mit dem ukrainischen Außenminister Leonid Koschara.

    Moskau habe sich direkt an die moldawische Regierung um Hilfe bei der Einrichtung des Konsulats in Transnistrien gewandt.

    In Transnistriens Hauptstadt Tiraspol besteht eine konsularische Außenstelle der russischen Botschaft in Moldawien. Dort gibt es immer großen Andrang aus in der Region lebenden Russen, die sich einen Reisepass ausstellen lassen wollen.

    Transnistrien ist der östlich des Dnjestr gelegene Teil Moldawiens. Nach der Unabhängigkeit Moldawiens 1991 erklärte auch das mehrheitlich von Russen und Ukrainern bewohnte Transnistrien seine Unabhängigkeit. Der Streit mit der moldawischen Zentralregierung mündete 1992 in einen militärischen Konflikt, der durch die Vermittlung Russlands beigelegt werden konnte. Heute ist Transnistrien (offiziell als Transnistrische Moldawische Republik) de facto ein autonom agierender, international nicht anerkannter Staat innerhalb der völkerrechtlich anerkannten Grenzen Moldawiens.

     

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