02:34 20 August 2017
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    Weiterhin keine Regelung zwischen Serbien und Kosovo

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    Den Regierungsdelegationen von Serbien und Kosovo ist es laut dem serbischen Premierminister Ivica Dacic bei Verhandlungen am Donnerstag in Brüssel nicht gelungen, über eine Normalisierung der Beziehungen übereinzukommen.

    Den Regierungsdelegationen von Serbien und Kosovo ist es laut dem serbischen Premierminister Ivica Dacic bei Verhandlungen am Donnerstag in Brüssel nicht gelungen, über eine Normalisierung der Beziehungen übereinzukommen.

    „In den nächsten Tagen werden die Verhandlungen analysiert und besprochen. Bei einigen Punkten sind wir nach wie vor weit voneinander entfernt. Aber es gab auch gewisse Fortschritte“, sagte er zu Journalisten.

    Dacic, Kosovos Premier Hashim Thaci und EU-Außenministerin Catharine Ashton führten mehrere zwei- und dreiseitige Treffen durch.

    Der Status des Kosovo, dessen Unabhängigkeit von Serbien die albanischen Behörden 2008 einseitig ausgerufen hatten, wurde nicht angesprochen.

    Die Seiten versuchten, über die künftigen Vollmachten der serbischen Munizipalitäten im Kosovo übereinzukommen. Serbien strebt eine möglichst umfassende Autonomie für sie an, während die Kosovo-Albaner der Auffassung sind, dass dies ihre Verfassung bedrohen würde.

    Viele Experten und Beobachter wiesen darauf hin, dass das heutige Treffen der Premiers, bereits das achte, für den gesamten Verhandlungsprozess von entscheidender Bedeutung sein könnte.

    Der Dialog zwischen Serbien und dem Kosovo hatte im März 2011 begonnen und in der Anfangsetappe rein technischen Charakter gehabt.

    Westliche Politiker sind der Ansicht, dass die Seiten über eine Normalisierung der Beziehungen übereinkommen müssen, wenn sie sich der EU annähern wollen.