22:21 22 August 2017
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    Pussy-Riot-Mitglied Aljochina darf nicht mehr in Einzelzelle bleiben

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    Gerichtsprozess gegen Pussy Riot (176)
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    Die Unterbringung von Pussy-Riot-Aktivistin Maria Aljochina in einer Einzelzelle ist von einem Gericht im Gebiet Perm für rechtswidrig erklärt worden, so die russische Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

    Die Unterbringung von Pussy-Riot-Aktivistin Maria Aljochina in einer Einzelzelle ist von einem Gericht im Gebiet Perm für rechtswidrig erklärt worden, so die russische Staatsanwaltschaft am Mittwoch. 

    Aljochina sitzt im Gefängnis von Beresniki im Gebiet Perm ihre Haftstrafe wegen dem „Punk-Gebet“ in der Moskauer Erlöser-Kathedrale ab. Wie zuvor berichtet worden war, hatten die Anwälte der Aktivistin beanstandet, dass sich ihre nicht vorbestrafte Mandantin in einer Gruppe mit vorbestraften Gefangenen befindet. 

    Die Staatsanwaltschaft habe die Gesetzlichkeit der Unterbringung Aljochinas an einen „sicheren Ort“ in der Haftanstalt Beresniki überprüft, heißt es in einer Mitteilung der Behörde. „Im Rahmen der Überprüfung wurden Verstöße gegen die Forderungen der Strafvollzugs-Richtlinien der Gesetzgebung Russlands festgestellt.“ Konkret handle es sich bei den Verstößen um die „mehrmalige Unterbringung der Gefangenen Aljochina an einem sicheren Ort für jeweils 90 Tage“. 

    „Zur Beseitigung der zustande gekommenen Rechtsverletzungen hat die Staatsanwaltschaft eine Klage an das Stadtgericht mit der Forderung nach Aufhebung des Entscheids [der Unterbringung Aljochinas in Einzelhaft, Anm. RIA] von Beresniki geschickt. Das Gericht entsprach den Forderungen der Staatsanwaltschaft in vollem Ausmaß“, so die Staatsanwaltschaft. 

    Pussy-Riot-Mitglied Maria Aljochina war im November 2012 auf eigenen Wunsch in Einzelhaft verlegt worden. Ende Februar war ihr genehmigt worden, weiterhin in einer Einzelzelle im Straflager Beresniki im Gebiet Perm zu bleiben.

    „Aljochina will ihre Strafe nicht mit anderen Verurteilten gemeinsam absitzen, da sie sich für unschuldig verurteilt hält. Auf diese Weise bleibt die junge Frau aus Sicherheitsgründen noch weitere 90 Tage dort [in der Einzelzelle, Anm. RIA]“, sagte damals der Vorsitzende der Strafvollzugsbehörde der Region zu RIA Novosti. 

    Aljochina wurde am 17. August 2012 gemeinsam mit zwei anderen Pussy-Riot-Aktivistinnen (Nadeschda Tolokonnikowa und Jekaterina Samuzewitsch) aufgrund ihres „Punk-Gebetes“ in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale wegen Rowdytums zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt. Im Oktober 2012 war Samuzewitsch in einem Berufungsverfahren auf Bewährung freigesprochen worden, der Schuldspruch gegen Aljochina und Tolokonnikowa blieb unverändert in Kraft. 

    Mitte Januar hatte das Stadtgericht von Beresniki ein Ansuchen auf Haftaufschub, den Aljochina wegen ihres minderjährigen Kindes erreichen wollte, abgelehnt.  Das Gericht argumentierte, dass diesem Umstand beim Schuldspruch des Moskauer Bezirksgerichtes ebenso wenig Rechnung getragen wurde.

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