15:10 22 August 2017
SNA Radio
    Politik

    Pussy-Riot-Anwältin: Band-Mitglied Aljochina will nicht in anderes Straflager

    Politik
    Zum Kurzlink
    Gerichtsprozess gegen Pussy Riot (176)
    0 3 0 0

    Pussy-Riot-Mitglied Maria Aljochina will nicht in ein anderes Straflager überstellt werden, teilt am Mittwoch ihre Anwältin Irina Chrunowa mit.

    Pussy-Riot-Mitglied Maria Aljochina will nicht in ein anderes Straflager überstellt werden,  teilt am Mittwoch ihre Anwältin Irina Chrunowa mit. 

    Aljochina sitzt im Gefängnis in Beresniki bei Perm ihre Strafe wegen dem Auftritt der Punk-Gruppe in der Moskauer Erlöser-Kathedrale ab.

    Sie und ihre Anwälte hatten zuvor beanstandet, dass die nicht vorbestrafte Frau trotz eines entsprechenden Verbotes gemeinsam in einer Gruppe mit Vorbestraften eingesperrt sei. 

    „Aljochina will keine Überstellung in ein anderes Straflager. Sie hat hier ihren Ausbildungs- und Arbeitsplatz“, so die Advokatin. Bereits am Dienstag wolle Aljochina die Einzelzelle verlassen und ihre Arbeit als Instruktorin für ihre Mitgefangenen in der Anstaltsnäherei antreten. 

    Maria Aljochina war im November 2012 auf eigenen Wunsch in Einzelhaft verlegt worden. Ende Februar war ihr genehmigt worden, weiterhin in einer Einzelzelle im Straflager Beresniki im Gebiet Perm zu bleiben.

    „Aljochina will ihre Strafe nicht mit anderen Verurteilten gemeinsam absitzen, da sie sich für unschuldig verurteilt hält. Auf diese Weise bleibt die junge Frau aus Sicherheitsgründen noch weitere 90 Tage dort [in der Einzelzelle, Anm. RIA]“, sagte damals der Vorsitzende der Strafvollzugsbehörde der Region zu RIA Novosti. 

    Aljochina wurde am 17. August 2012 gemeinsam mit zwei anderen Pussy-Riot-Aktivistinnen (Nadeschda Tolokonnikowa und Jekaterina Samuzewitsch) aufgrund ihres „Punk-Gebetes“ in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale wegen Rowdytums zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt. Im Oktober 2012 war Samuzewitsch in einem Berufungsverfahren auf Bewährung freigesprochen worden, der Schuldspruch gegen Aljochina und Tolokonnikowa blieb unverändert in Kraft. 

    Mitte Januar hatte das Stadtgericht von Beresniki ein Ansuchen auf Haftaufschub, den Aljochina wegen ihres minderjährigen Kindes erreichen wollte, abgelehnt.  Das Gericht argumentierte, dass diesem Umstand beim Schuldspruch des Moskauer Bezirksgerichtes ebenso wenig Rechnung getragen wurde.

    Themen:
    Gerichtsprozess gegen Pussy Riot (176)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren