00:50 13 Dezember 2019
SNA Radio
    Politik

    FSB will „Drogenzug“ aus Tadschikistan verbieten

    Politik
    Zum Kurzlink
    Weltweite Drogengefahr nimmt zu (258)
    0 0 0
    Abonnieren

    Der FSB-Grenzschutz fordert, den Eisenbahnverkehr mit Tadschikistan bis auf weiteres auszusetzen. Der Zug, der täglich zwischen Tadschikistan und Russland pendelt, entspricht nicht den technischen und hygienischen Normen und wird außerdem nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes systematisch von Drogenschmugglern genutzt.

    Der FSB-Grenzschutz fordert, den Eisenbahnverkehr mit Tadschikistan bis auf weiteres auszusetzen. Der Zug, der täglich zwischen Tadschikistan und Russland pendelt, entspricht nicht den technischen und hygienischen Normen und wird außerdem nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes systematisch von Drogenschmugglern genutzt.

    Diese Erklärung gab Wladimir Moltschanow, Vizechef der Behörde, am Montag, nach einer Sitzung der Staatlichen Grenzkommission unter dem Vorsitz des ersten Vizepremiers Dmitri Rogosin ab. Die Sitzung war am Sonntag bei einer Eisenbahnstation im Gebiet Astrachan abgehalten worden. Zuvor hatten Beamte, darunter Rogosin und Russlands Hygiene-Chefarzt Gennadi Onischtschenko,  einen Fernzug Duschanbe-Moskau besichtigt.

    Russlands Grenzschutz erachtet als notwendig, den Bahnverkehr mit Tadschikistan einzustellen, bis eine ganze Reihe von ernsthaften Mängeln beseitigt wird, so Moltschanow.

    Die Kontrolle der Fahrgäste wird ihm zufolge dadurch erschwert, dass sie nach Russland mit ihren Nationalpässen einreisen, welche nicht ausreichend gesichert sind, um von den russischen automatischen Systemen zur Passkontrolle erkannt zu werden.

    Im Ergebnis der Prüfung äußerte Rogosin, Russland müsste in nächster Zeit neue Einreisebestimmungen für die Staatsangehörigen der Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion einführen, wonach die Einreise nur mit einem gültigen Reisepass möglich sei.

    Die staatliche Grenzschutz-Kommission wolle keine radikalen Vorschläge unterstützen und sei der Auffassung, dass solche Fragen der Zusammenarbeit mit Tadschikistan als einem Mitglied der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten  im Geiste der Partnerschaft, aber auch unter Beachtung des russischen Rechts behandelt werden müssen.

    Etwas später sagte Rogosin, dass dieser Zug überhaupt nicht nach Russland dürfe, denn er stelle eine ernste Gefahr für die Gesundheit der ganzen Nation dar.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Weltweite Drogengefahr nimmt zu (258)

    Zum Thema:

    Petition gestartet: „Steimles Welt ist unsere Heimat und soll es auch bleiben“
    „Der Dieb schreit?“ US-Senat will Russland zum „Sponsor des Terrorismus“ erklären – Moskau reagiert
    US-Sanktionen gegen Nord Stream 2: Gegenmaßnahmen sind gerechtfertigt – Ifo-Chef
    Schweizer Bankmanager: Deutschland wird zum „neuen Detroit“